Senioren trocken leicht aus

Bei Hitze viel trinken

Corbis Photography/ veer
Bei Hitze und nach dem Sport viel trinken. Mineralwasser erfrischt und reguliert zusätzlich den Mineralienhaushalt.

Bei sommerlich heißem oder schwülem Wetter ist es wichtig, viel zu trinken. Das gilt besonders für ältere Menschen mit nachlassendem Durstgefühl. Welche Getränke sich am besten eignen und was bei einem drohenden Hitzschlag zu tun ist, erklären die Experten der BARMER GEK. Mineralwasser oder Tee gegen den Durst

Durst ist ein Warnsignal des Körpers, das uns ans Trinken erinnert. Es zeigt einen Flüssigkeitsmangel an und sorgt dafür, dass er behoben wird. Das Durstgefühl lässt mit zunehmendem Alter nach. Deshalb ist es vor allem für Senioren wichtig, genug zu trinken, auch wenn sie keinen Durst haben. Vielen Betroffenen hilft es, sich die Tagesmenge an Flüssigkeit morgens gut sichtbar bereit zu stellen oder ein Trinktagebuch zu führen. Ideal ist eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern. Bei sommerlichen Temperaturen oder körperlicher Anstrengung schwitzen wir und der Bedarf steigt deutlich.

„Mit dem Schweiß verliert der Mensch auch wichtige Mineralien. Natriumreiche Mineralwasser gleichen diese Verluste wieder aus“, erklärt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER GEK. Als Alternative bieten sich ungesüßte Früchte- und Kräutertees sowie Saftschorlen an. Achten Sie darauf, dass die Getränke Zimmertemperatur haben und nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen. Die Kälte mindert zum einen das Durstgefühl, zum anderen bringen uns gekühlte Getränke noch mehr zum Schwitzen. Unser Körper gleicht sie an seine Temperatur an und produziert dabei zusätzliche Wärme. Erhitzte Körper abkühlen

Neben ausreichend Flüssigkeitszufuhr sollten Sie übermäßiges Schwitzen vermeiden. Sorgen Sie für eine Zimmertemperatur von maximal 26 bis 28°C. Nachts genügt ein leichtes Laken zum Zudecken. Da wir im Sommer im Schlaf mehr schwitzen, muss die Bettdecke öfter gewechselt werden als im Winter. „Bettlägerige Menschen sollten bei starker Hitze regelmäßig mit einem kühlen Waschlappen abgerieben werden“, rät die Expertin der BARMER GEK. Im Rahmen der täglichen Körperpflege sorgen kühlende Lotionen und Fußbäder für Abkühlung. Bei Hitzschlag sofort einen Arzt rufen

Ältere Menschen nehmen bei Hitze nicht nur zu wenig Flüssigkeit zu sich, sondern sind auch besonders gefährdet, einen Hitzschlag zu erleiden. Doch wie erkennt man diesen? Bei akuter Überhitzung ist die Körpertemperatur der Betroffenen erhöht. Weitere Anzeichen sind plötzliche Unruhe, Verwirrtheit und Übelkeit. Rufen Sie bei diesen Warnhinweisen sofort einen Arzt. „Luftzug, das Lockern der Kleidung, etwas zu trinken und kühle Umschläge sind lebensrettende Erstmaßnahmen bei einem drohenden Hitzschlag“, empfiehlt Dr. Marschall.

Autoren

Anne Jantos/BARMER GEK | zuletzt geändert am 07.08.2014 um 07:09 Uhr
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