Bärlauch

Beliebtes Küchenkraut

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In Bärlauch stecken diesselben gesunden Wirkstoffe wie in Knoblauch, lässt aber den Atem weniger stinken.

Zu Pesto verarbeitet oder als Gewürz in Salaten und Suppen – Bärlauch verleiht vielen Speisen eine schmackhafte Note. Er ist gesund wie Knoblauch und stinkt weniger. Ein Grund mehr, ihn in der Frühjahrsküche einzusetzen.

Verwandter des Knoblauchs

Bärlauch ist in Europa und Nordasien heimisch und gedeiht in Wäldern an schattigen Plätzen. Die beliebte Würzpflanze ist mit der Zwiebel, dem Schnittlauch und dem Knoblauch verwandt. Die gesunden Wirkstoffe dieser Pflanzen stecken auch in Bärlauch, darunter Vitamin C und Mineralstoffe. Wie die Knoblauch-Pflanze wirkt Bärlauch cholesterinsenkend und gefäßerweiternd. Der Vorteil des Bärlauch gegenüber Knoblauch: Er schmeckt genauso würzig ohne auf den Körpergeruch zu schlagen. Denn seine schwefelhaltigen Verbindungen gehen beim Garen oder Trocknen verloren.

Leider gilt das auch für die Wirkstoffe. Wollen Sie von diesen profitieren, sollten Sie auf Bärlauch-Präparate oder -saft aus der Apotheke zurückgreifen in denen sie hochkonzentriert drin stecken.

Vorsicht beim Sammeln

Beim Sammeln von wild wachsendem Bärlauch sollten Sie aufmerksam sein, denn die Verwechslungsgefahr mit ähnlich aussehenden, giftigen Pflanzen ist groß. Die Bärlauch-Pflanze sieht nahezu genauso aus wie das Maiglöckchen oder die Herbstzeitlose. Von diesen lassen Sie besser die Finger, denn beide Pflanzen sind giftig. Um den echten Bärlauch zu erkennen, reiben Sie die Blätter zwischen den Fingern, dann entfaltet sich ein intensiver, knoblauchähnlicher Geruch, während die giftigen Pflanzen geruchlos sind.

Zur Sicherheit nehmen Sie ein Pflanzen-Bestimmungsbuch zur Hilfe, um die richtige Pflanze zu erwischen. Waschen Sie die gepflückten Blätter vor dem Verzehr gründlich. Kommt es zu Vergiftungserscheinungen, zum Beispiel Durchfall und Übelkeit, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Autoren

Julia Heiserholt | zuletzt geändert am 04.06.2012 um 14:50 Uhr
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