Eine Dusche für die Nase

Nasenspülung bei Schnupfen

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Die Nase streikt? Eine Nasenspülung kann helfen.

Schnupfen, trockene Schleimhäute oder akute Mittelohrentzündungen sind im Winter keine Seltenheit. Dagegen kann eine Nasendusche helfen. Diesen Tipp gibt Utta Petzold, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK.

Nase vom Schleim befreien

Der Gedanke an eine Nasenspülung mag zunächst wenig erfreulich erscheinen. Doch bei Schnupfen löst sie zähen Schleim und befördert Krankheitserreger mit dem Sekret aus der Nase und den Nasennebenhöhlen. „So werden Nase und Nasennebenhöhlen wieder besser belüftet und die Heilung der Schleimhaut unterstützt. Zudem verringert eine intakte Schleimhaut das Risiko einer Mittelohrentzündung“, weiß Utta Petzold.

Nasenduschen leicht gemacht

Für eine Nasenspülung benötigt man lediglich ein paar Minuten Zeit, eine Nasenspülkanne, lauwarmes Leitungswasser und Kochsalz. Aus Salz und Wasser stellt man eine Kochsalzlösung her, und zwar aus 9 Gramm Kochsalz auf 1 Liter Wasser. „Eine höhere oder geringere Konzentration an Salz reizt die Schleimhäute. Außerdem sollte sich das Salz vor der Anwendung vollständig im Wasser gelöst haben“, rät Petzold.

Die Anwendung ist ganz einfach: Beugen Sie sich mit dem Oberkörper leicht nach vorn – am besten über ein Spülbecken – und neigen Sie den Kopf zur Seite. Damit die Lösung nicht in den Rachen läuft, sollten Sie den Mund weit öffnen. Dann etwa die Hälfte der Lösung in das obere Nasenloch gießen, die Nase zuhalten und mit leicht wiegenden Bewegungen des Kopfes die Salzlösung in Nase und Nasennebenhöhlen hin und her bewegen. Anschließend lassen Sie das Wasser einfach aus der Nase laufen. Wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite. Bis sich die Beschwerden verringern, führen Sie die Spülung am besten einmal am Tag durch.

Das richtige Maß

Petzolds Tipp: Falls die Schleimhaut so geschwollen ist, dass die Salzlösung gar nicht in die Nase einfließen kann, empfiehlt es sich, zuvor abschwellende Nasentropfen zu verwenden. Diese Vorbehandlung sollte aber nur drei bis fünf Tage dauern. Verursacht die Spülung Beschwerden wie Nasenbluten, sollten Sie seltener spülen oder auf Nasenspülungen verzichten.

Autoren

Sandra Göbel/Barmer GEK | zuletzt geändert am 05.01.2017 um 10:22 Uhr
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