Den Arbeitsplatz richtig einrichten

Rückengesund im Büro

OJO Images Photography/veer
Fast jeder leidet in seinem Leben eine zeitlang unter seinem Rücken. Menschen, die viel sitzen, besonders oft.

Es knackt im Nacken, zieht am Schulterblatt oder zwickt im Kreuz. Bei Rückenschmerzen fällt es schwer, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Viele Arbeitnehmer kennen dieses Leiden nur zu gut – ruft doch das viele Sitzen im Job die meisten dieser Beschwerden hervor. Was man im Büro für seinen Rücken tun kann, erklärt die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK.

Zu viel Sitzfleisch

Etwa jeder zweite deutsche Erwerbstätige sitzt jeden Tag mehrere Stunden vor dem Bildschirm. Die Folge ist ein deutlicher Bewegungsmangel. 10.000 Schritte pro Tag sollten es sein, raten Experten. Im Büroalltag machen wir gerade einmal 4.000. Eine falsche Sitzposition lässt den Rücken schmerzen. Rückenbeschwerden sind eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsausfälle. Jede zehnte Krankmeldung eines BKK-Versicherten ist dem Rückenschmerz geschuldet. Mit ein paar einfachen Mitteln lassen sich die Beschwerden jedoch vermeiden.

Den Bildschirmrand auf Augenhöhe

Mit der richtigen Position vor dem Monitor können Sie Rückenbeschwerden vorbeugen. Zwischen Ihren Augen und dem Bildschirm sollte bei aufrechter angelehnter Sitzposition etwa eine Armlänge Abstand sein. Achten Sie darauf, dass Bildschirm, Tastatur und Maus parallel zur Tischkante positioniert sind. Dies verhindert eine krumme Haltung oder einseitige Belastung. Auch die Höhe des Monitors spielt eine wesentliche Rolle für die korrekte Sitzposition: Stellen Sie den Bildschirm so auf, dass die oberste Bildschirmzeile auf einer Höhe mit Ihren Augen ist. Neigen Sie den Monitor um etwa 35 Grad nach hinten. So können Sie arbeiten, ohne Kopf und Nacken zu belasten. 

Einen rechten Winkel bilden

Damit Sie dynamisch sitzen, sollte Sie Ihre Rückenlehne so einstellen, dass sie beweglich ist. Auch die Höhe der Sitzfläche spielt eine Rolle. Am besten können Sie mit beiden Füßen den Boden problemlos berühren. Eine Fußstütze kann dabei helfen. Wenn Sie Ihren Tisch und Stuhl richtig positioniert haben, bilden sowohl Ihre Ober- und Unterarme als auch Ihre Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel.

Bewegungschancen nutzen

Wichtig ist es, zwischen dem Sitzen hin und wieder aufzustehen, sich zu strecken und die Rückenmuskulatur zu dehnen. Verschränken Sie dazu einfach die Hände hinter dem Kopf, schieben Sie Arme und Schulterblätter sanft nach hinten und bewegen Sie den Oberkörper langsam zur linken und zur rechten Seite. Nutzen Sie jede Chance auf Bewegung, zum Beispiel in der Mittagspause. Oder besuchen Sie Ihren Kollegen in seinem Büro anstatt zum Telefonhörer zu greifen. Schon kleine Taten zählen!

Autoren

Sandra Göbel/SBK | zuletzt geändert am 19.03.2014 um 14:51 Uhr
Vorheriger Artikel

Buchtipp: Diabetes-Kochbuch