Besser Ein- und Durchschlafen

Hilfe bei Schlaflosigkeit

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Gegen die lästige Schlaflosigkeit helfen oft einfache Tricks.

25 Prozent der Deutschen leiden unter Schlaflosigkeit. Zur ersehnten Nachtruhe verhelfen oft  schon einfache Tricks oder leichte Schlafmittel. In schweren Fällen empfiehlt sich ein Arztbesuch oder eine Untersuchung im Schlaflabor.

Die Vorbereitung auf den Schlaf beginnt bereits um 16 Uhr mit dem Verzicht auf Mittagsschlaf Kaffee, Schwarz- und Grüntee. Um spätestens 18 Uhr folgt ein leichtes Abendessen. Üppige, fette Speisen erschweren hingegen das Ein- und Durchschlafen. Zur Schlafenszeit stimmen Einschlafrituale auf die Nachtruhe ein. Bewährt haben sich Abendspaziergänge, autogenes Training, Atemübungen, eine angenehme Bettlektüre oder Beruhigungstees mit Melisse, Passionsblume oder Lavendel. Auch feste Bettzeiten gehören zur Schlafroutine. Wer fürchtet, von Sorgen geweckt zu werden, schafft sich diese aus dem Kopf, indem er sie vor dem Einschlafen niederschreibt. Für die passende Schlafatmosphäre sorgt ein ruhiges, abgedunkeltes und gut belüftetes Schlafzimmer.

Verschreibungsfreie Medikamente gegen Schlaflosigkeit

Zeigen Schlafrituale und Hausmittel keine Wirkung, findet sich Hilfe in der Apotheke. Bei chronischen Einschlafstörungen helfen Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume. Lavendel schaltet quälende Gedanken ab und erleichtert so das Durchschlafen. Chemische Schlafmittel eignen sich nur für akute kurzfristige Schlafstörungen, etwa nach einem Trauerfall oder auf Urlaubsreisen. Längerfristig machen sie abhängig.

Professionelle Hilfe bei Ein- und Durchschlafstörungen

In ärztliche Behandlung gehören dauerhafte sowie häufig wiederkehrende Schlafstörungen. Zunächst untersucht der Arzt, ob der Schlaflosigkeit körperliche Ursachen zu Grunde liegen. Zu diesen zählen Depressionen, Bluthochdruck, chronische Schmerzen, eine benigne Prostatahyperplasie oder Fehlbildungen der Nasescheidewand. Beim Verdacht einer Schlafapnoe mit nächtlichen Atemaussetzern erfolgt die Überweisung an ein Schlaflabor. In einigen Fällen stören Antidepressiva, Wassertabletten, Bluthochdruckmittel oder Hormone die Nachtruhe. Hier hilft die morgendliche Arzneimitteleinahme oder eine Medikamentenumstellung. Lassen sich organische und medikamentöse Ursachen ausschließen, versprechen verschreibungspflichtige Schlaf- und Beruhigungsmittel Besserung.

Autoren

Susanne Schmid/ Apothekerkammer Nierdersachsen | zuletzt geändert am 21.07.2015 um 16:20 Uhr
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