Juckreiz und Allergien behandeln

Insektenstiche vermeiden

Anna Ewa Bieniek/ Shutterstock
Pieks? Kombipräparate mit Zecken- und Insektenschutz bewahren vor Stichen bei Aufenthalten in der Natur.

Ob beim Gartenfest, im Schwimmbad oder nachts im Bett – überall begleitet uns das Summen von Schnaken, Wespen & Co. Gut zu wissen, dass es gegen Insektenstiche, Juckreiz und Allergien „stichfeste“  Methoden gibt.

Wer sich vor Bienen, Wespen und Hornissen schützen möchte, meidet im Sommer blumige Parfüms sowie Duschgele und verzichtet auf aggressives Abwehrverhalten. Gegen Zecken und Stechmücken helfen lange Kleidung und Abwehrsprays. Schutz für die ganze Familie garantieren zum Beispiel pflanzliche Produkte. Bei Streifzügen durch die heimische Natur empfehlen sich Kombipräparate mit Insekten- und Zeckenschutz. Auf Tropenreisen schützen ein spezielles Moskitopräparat und ein zusätzliche Spray für die Kleidung.

„Wichtig ist es auch, beim Verzehr von Speisen im Freien ein Auge auf Stechinsekten zu haben“, rät Heiko Langer vom Serviceteam der KKH in Marburg. Getränke in Flaschen oder Dosen empfiehlt er mit einen Strohhalm zu trinken. So lassen sich die Insektenstiche in Zunge oder Speiseröhre verhindern, die häufig zu lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen führen.

Erste Hilfe Maßnahmen gegen Schwellungen und Juckreiz

„Hat ein Plagegeist doch einmal zugestochen, sollte die Einstichstelle umgehend mit Eiswürfeln, Kältekompresse oder Leitungswasser gekühlt werden“, rät Langer. „Das beugt Juckreiz vor.“ Kratzen ist dagegen tabu. Es erhöht die Infektionsgefahr. Linderung verschaffen kühlende Roll-ons und antiallergische Gele. Personen, die stark auf Insektenstiche reagieren, sind mit leichten kortisonhaltigen Produkten gut beraten. Auch Hausmittel wie Zwiebelscheiben, essigsaure Tonerde oder Rosenblätter haben sich bewährt. Schwillt der betroffene Körperteil stark an, wird der Insektenstich zum Fall für den Arzt.

Was tun bei einer Allergie gegen Insektenstiche?

„Ein Stich zum Beispiel von einer Wespe kann sehr schmerzhaft sein,“ räumt Langer ein. „In der Regel ist er jedoch ungefährlich.“ Anders verhält es sich bei Personen mit einer Allergie gegen Bienen-, Wespen- oder Hornissengift. Ihnen drohen nach einem Stich lebensbedrohliche Zustände mit Atemnot, Schwindel und Herzbeschwerden. Für den Ernstfall bekommen sie vom Arzt ein Notfallset verschrieben, das sie immer bei sich tragen müssen. Oft bessert sich ihre Allergie nach einer speziellen Immuntherapie, der Hyposensibilisierung. Kommt es dennoch zu einer schweren allergischen Reaktion, ist der Notarzt zu alarmieren.

Autoren

Susanne Schmid/ Kaufmännische Krankenkasse | zuletzt geändert am 04.08.2015 um 15:43 Uhr
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