Mehr Radikalfänger als in anderen Nüssen

Walnuss – die Supernuss

Nicht nur zur Weihnachtszeit sind sie ein leckerer Knabberspaß: Walnüsse. Sie sind obendrein sehr gesund, denn sie enthalten mehr Radikalfänger als alle anderen Nusssorten. Das ergab eine Studie der Universität Scranton im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Polyphenole machen gesund

Antioxidanzien – auch Radikalfänger genannt – schützen die Körperzellen vor Schäden, indem sie freie Radikale einfangen. Freie Radikale sind aggressive chemische Verbindungen, die Zellen angreifen oder sogar zerstören. Das führt im schlimmsten Fall zu vorzeitiger Alterung, Herzerkrankungen oder Krebs.

Polyphenole sind besonders leistungsstarke Antioxidanzien. Sie verbessern die Gesundheit des Herzens und schützen vor Arterienverkalkung, indem sie das so genannte LDL-Cholesterin, also das „schlechte“ Cholesterin, bekämpfen.

Nur eine Handvoll täglich

Die amerikanischen Forscher testeten neun Arten von gerösteten und rohen Nüssen sowie zwei Sorten von Erdnussbutter auf ihren Gehalt an Polyphenolen. Das Ergebnis? Walnüsse sind der unangefochtene Sieger. „Eine Handvoll Walnüsse enthält fast das Doppelte an Antioxidanzien wie die gleiche Menge irgendeiner anderen Nusssorte“, stellt Forschungsleiter Joseph Vinson fest. Noch dazu sind die Walnuss-Antioxidanzien wirksamer als die anderer Nüsse.

Walnüsse sind wahre Nährstoffbomben und sollten daher in einer gesunden Ernährung nicht fehlen. Schon 30 Gramm Walnusskerne liefern mehr Antioxidanzien, als die durchschnittlich täglich verzehrte Menge an Obst und Gemüse. Zudem versorgen sie uns mit Ballaststoffen, Proteinen und Omega-3-Fettsäuren. Natürlich sollten Walnüsse Obst und Gemüse nicht komplett ersetzen. Eine Handvoll täglich ist ein optimaler Beitrag für die Gesundheit. Ein weitere gute Nachricht: Mit ihren gesunden, ungesättigten Fettsäuren schlagen Walnüsse nicht auf die Hüften.

Autoren

Julia Heiserholt | zuletzt geändert am 17.01.2012 um 15:55 Uhr
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