Aussprechen unterstützt das Suchen

Sachen verlegt? Selbstgespräch hilft

Menschen, die Selbstgespräche führen, wirken seltsam – doch das Reden mit sich selbst erfüllt einen Zweck. Das Aussprechen fördert die Konzentration und hilft beim Wiederfinden von Dingen, wie US-amerikanische Forscher herausfanden.

Von den Kleinen lernen

Wer kleine Kinder hat, kennt das: Kinder kommentieren ihre eigenen Schritte häufig selbst. Und das macht durchaus Sinn, denn das Reden mit sich selbst fördert die Konzentration und beschleunigt das Lernen. Psychologen der Universitäten Wisconsin-Madison und Pennsylvania fanden nun heraus, dass auch Erwachsene von diesem Effekt profitieren.

Die Forscher zeigten den Versuchsteilnehmern 20 Bilder von verschiedenen Objekten. Die Teilnehmer prägten sich die Bilder ein. Anschließend sollten die Teilnehmer bestimmte Bilder wiederfinden. Das Ergebnis: Menschen, die den Name des Objekts während der Einprägungsphase vor sich hin gemurmelt hatten, fanden das Bild deutlich schneller.

Auch innerer Dialog hilft

Nach Ansicht der Forscher ist es grundsätzlich hilfreich, etwas aussprechen, wenn es ums Auswendiglernen oder Wiederfinden geht. Hat man seinen Schlüssel verlegt, hilft es beispielsweise die Abläufe der letzten Benutzung noch einmal durchzugehen.

Doch bei Erwachsenen wirkt das laute Aussprechen und Wiederholen meist befremdlich. Wer sich nicht zum Sonderling machen möchte, kann das Selbstgespräch innerlich führen. Denn auch der innere Dialog unterstützt uns.

Autoren

Sandra Göbel | zuletzt geändert am 26.04.2012 um 08:11 Uhr
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