Besser Pille davor als Panik danach

Verhütung im Karneval

Schon jetzt wird auf Faschingspartys im ganzen Land kräftig gefeiert. In der Faschingswoche erreicht das bunte Treiben seinen Höhepunkt. Doch wenn sich Karnevalsjecken zwischenmenschlich näherkommen, sollten sie die Verhütung nicht vergessen. Daran erinnert der Berufsverband der Frauenärzte (BVF).

Sicher ausgestattet zur Party

Zu Fasching herrscht vor allem in den Karnevalshochburgen Ausnahmezustand. Der Genuss von Alkohol enthemmt, es wird getanzt und geflirtet. Schnell finden sich Pärchen, die sich in stille Ecken zurückziehen. Doch bei aller Spontanität: Verhütung ist ein Muss. Die Pille schützt, wenn sie pünktlich eingenommen wird, vor ungewollten Schwangerschaften. Das gilt auch bei reichlichem Alkoholkonsum. Erst, wenn Erbrechen oder Durchfall auftreten, ist die Sicherheit dahin.
Der BVF macht darauf aufmerksam, dass speziell in den Karnevalshochburgen zwischen Weiberfastnacht und Faschingsdienstag nicht alle Frauenarztpraxen Sprechstunde haben. Machen Sie sich also bereits vorher Gedanken über die Verhütung.

Schutz gegen Infektionen

Kommt man sich im Faschingstrubel näher, sollte neben der Pille immer ein Kondom zum Einsatz kommen. „Wir wollen keine Spaßbremsen sein. Aber ungeschützter Sex verursacht nicht nur ungewünschte Schwangerschaften, sondern auch Infektionen“, warnt Dr. Albring, der Präsident des BVF. An erster Stelle steht die Gefahr, sich mit dem HIV anzustecken.
Außerdem drohen bei ungeschütztem sexuellem Kontakt Infektionskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe und Genitalwarzen. Infiziert man sich mit Chlamydien, kann Unfruchtbarkeit die Folge sein. Manche sexuell übertragbare Viren sind für Krebserkrankungen am Gebärmutterhals und Penis sowie im Mundbereich verantwortlich. Wer sich doppelt schützt – mit Pille und Kondom – geht auf Nummer sicher. So steht dem Faschingsspaß nichts im Weg.

Autoren

Anne Jantos, BVF | zuletzt geändert am 08.02.2013 um 15:48 Uhr
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