Im Urlaub vor Bakterien schützen

Legionellen-Gefahr

Urlauber, die in ein länger leerstehendes Appartement oder Ferienhaus zurückkehren, müssen besondere Rücksicht auf Legionellen nehmen. Die krankheitserregenden Bakterien können in ungenutzten Wasserleitungen wachsen und sich vermehren.


Das Risiko minimieren


Legionellen sind Bakterien, welche im Wasser leben. Menschen können die Bakterien über den Wasserdampf einatmen und an einer Lungenentzündung erkranken. Die Symptome einer Legionellen-Infektion sind der einer Grippe sehr ähnlich.


Legionellen entstehen, wenn Wasserleitungen über einen längeren Zeitraum unbenutzt sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Urlauber in ihr Ferienhaus zurückkehren oder ihre eigenen vier Wände länger nicht nutzen. Der TÜV Nord gibt Tipps, wie Sie das Risiko einer Infektion minimieren.


Wasserprüfung für Mieter


Es empfiehlt sich, vor dem ersten Duschen das Wasser einige Minuten lang heiß laufen zu lassen. Dadurch sterben die Legionellen in der Leitung ab. Ebenfalls ist es ratsam, bei längerer Abwesenheit einen Nachbarn oder Vertrauten zu bitten, regelmäßig alle Zapfstellen laufen zu lassen. Dadurch haben die Legionellen erst gar nicht die Chance, sich zu vermehren.


Urlauber, die länger als vier Wochen verreisen, sollten den Wasser-Haupthahn abdrehen und die Leitungen nach der Rückkehr gründlich durchspülen. Mieter können im Übrigen bei ihrem Vermieter eine Wasserprüfung verlangen. Diese ist seit dem Jahr 2011 für alle Vermieter in Deutschland verpflichtend.


Autoren

Isabelle Hübler/TÜV Nord | zuletzt geändert am 22.07.2013 um 08:22 Uhr
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