Keine Angst vor rohen Röschen

Brokkoli roh verzehren

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Roher Brokkoli ist sehr gesund, nicht giftig.

Brokkoli kommt in vielen Haushalten nur gekocht auf den Tisch. Dies geht nicht zuletzt auf das Ammenmärchen zurück, dass roher Brokkoli giftig sei. Dabei ist die Angst vor einer Vergiftung unbegründet. Eine Ernährungsexpertin erklärt, wie man die wertvollen Inhaltsstoffe des Brokkolis beim Zubereiten und Lagern am besten erhält.

Vitamine und Mineralstoffe pur

„Dass roher Brokkoli giftig ist, ist ein Ammenmärchen. Im Gegenteil, in dem Gemüse stecken so viele wertvolle Inhaltsstoffe, dass man es ruhig öfter verzehren sollte“, erklärt Marianne Rudischer, Ernährungsmedizinische Beraterin bei der Barmer GEK. Brokkoli enthält zum Beispiel eine große Menge des Mineralstoffs Kalium sowie Betakarotin, eine Vorstufe des Vitamins A. Auch Vitamin C ist in dem Kohlgemüse reichlich vorhanden. „Mit nur 100 Gramm Brokkoli deckt ein Erwachsener fast seinen Tagesbedarf an Vitamin C“, weiß Rudischer.

Jedoch kann roher Brokkoli für Blähungen sorgen. Die Expertin empfiehlt daher empfindlichen Menschen, zunächst nur kleine Mengen essen. Außerdem sollte man nur die leichter bekömmlichen Röschen roh verzehren, nicht den Strunk des Brokkolis. Dieser eignet sich kleingeschnitten gut für Suppen.

Mehr Mut beim Griff ins Gemüsefach

Die wertvollen Inhaltstoffe sind das wichtigste Argument, Brokkoli roh zu essen. „Die Kochverluste von Vitamin C können 20 bis 80 Prozent betragen“, erklärt Rudischer. „Roh geraspelt oder in kleinen Röschen als Salat oder auch in leckeren Kräuterdips lässt sich Brokkoli ganz neu entdecken.“ Wer sich nicht an die Rohkost herantraut, für den ist es besser, die Röschen mit wenig Flüssigkeit zu dämpfen oder zu dünsten statt zu kochen.

Um die Nährstoffe möglichst lange zu erhalten, sollte man Brokkoli in Frischhaltefolie eingewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. „Vor dem Verzehr von rohem Brokkoli gilt das gleiche wie bei anderen Gemüsesorten oder auch Obst, nämlich gründlich waschen und putzen“, betont Rudischer.

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Sandra Göbel/Barmer GEK | zuletzt geändert am 24.03.2014 um 11:22 Uhr
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