Rund und gesund

Was steckt in der Wassermelone?

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Die Wassermelone- im Sommer nicht nur bei Kindern beliebt!

Im Sommer bietet die Natur eine reiche Auswahl an gesunden Köstlichkeiten. Ein Beispiel ist die Wassermelone. Sie löscht den Durst wie keine andere Frucht und versorgt den Körper zusätzlich mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Prall wie ein Wasserball und erfrischend wie ein Cocktail – die Wassermelone ist Inbegriff des Sommers. Bereits vor 3000 Jahren genossen die alten Ägypter die saftige Riesenfrucht. Heute ist die Wassermelone beliebte Zutat sommerlicher Obstschalen und Fruchtsalate. Doch die wenigsten wissen, dass die Melone eher in die Gemüse- als in die Obstabteilung gehört. „Aus botanischer Sicht zählen Wassermelonen - wie auch Gurken - zur Familie der Kürbisgewächse“, erklärt Peter Benninger vom Serviceteam der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Neustadt. „Daher sind sie streng genommen Fruchtgemüse und kein Obst.“

Fruchtige „Wasserbombe“

Mit einem Wassergehalt von 95 Prozent macht die Wassermelone ihrem Namen alle Ehre. Daraus ergeben sich gleich mehrere positive Eigenschaften. Zum einen spendet die Sommerfrucht reichlich Feuchtigkeit und hilft entsprechend, den täglichen Flüssigkeitsbedarf von 1,5 bis 2 Litern zu decken. Gerade, wenn der Körper bei sommerlichen Temperaturen viel Feuchtigkeit verliert, erweist sich dies als eindeutiger Vorteil. Zum anderen fördert der hohe Wasseranteil das Sättigungsgefühl. Mit 38 kcal pro 100 Gramm eignet sich die Wassermelone daher ideal als erfrischende Zwischenmahlzeit für Figurbewusste.

Eine runde Sache - Gesund und Gehaltvoll

Unter der prallen, dunkelgrünen Schale verbirgt sich nicht nur Wasser. Im Fruchtfleisch finden sich reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Vitamin A wirkt als Radikalfänger, schützt vor Nachtblindheit und fördert die Regeneration der Haut. Vitamin C beteiligt sich entscheidend bei der Immunabwehr und fördert den Knorpel- und Knochenaufbau. Zusätzlich bieten Wassermelonen Kalium für den Wasserhaushalt, Magnesium für die Muskeln und Calcium für die Knochen. Ihre rote Farbe verdankt die runde Frucht unter anderem dem Lycopin. Der Farbstoff schützt als Antioxidans vor Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen und soll einer Altersbedingten Makula-Degeneration vorbeugen. Die Faserstoffe der Wassermelone wiederum unterstützten die Verdauung und verlangsamen die Aufnahme von Kohlenhydraten und Cholesterin aus der Nahrung.

Tipps für Einkauf und Küche

Zwischen Mai und September kommt die Wassermelone auf den deutschen Markt. Die meisten Exemplare stammen aus der Türkei, Spanien, Afrika, dem Iran, Brasilien oder den USA. Auf der Suche nach einer reifen Frucht halten Kenner die Frucht ans Ohr und klopfen mit den Fingerknöcheln gegen die Schale. „Ertönt es dabei satt und dumpf, ist die Melone reif, klingt sie hingegen hohl und metallisch, eignet sie sich noch nicht zum Verzehr,“ verrät Peter Benninger. Mit einer Frischhaltefolie überzogen bleibt eine angeschnittene Wassermelone im Kühlschrank zwei bis drei Tage haltbar. Meistens ist die leckere Frucht aber schon eher verspeist. Rezeptideen gibt es schließlich viele: angefangen von Obstsalaten und Müslis bis hin zu Obstspießen, Kaltschalen und Limonaden.

Autoren

Susanne Schmid/ Kaufmännische Krankenkasse | zuletzt geändert am 30.06.2015 um 15:48 Uhr
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