Gehirnjogging hilft in jedem Alter

Geistig fit bleiben

Wavebreakmedia/Shutterstock
Gehirnjogging ist vielseitig: Auch konzentriertes Musikhören kann die grauen Zellen trainieren.

Zum Lernen ist es nie zu spät. Gehirnjogging hält geistig fit und eignet sich für jedes Alter.

Gerade lag es mir noch auf der Zunge! Jeder kennt diese Situation – plötzlich ist der Geburtstag der Schwiegertochter vergessen oder gar die eigene PIN-Nummer. Während Jüngere leichter über ein solches Missgeschick hinwegsehen, regt sich bei älteren Personen schnell die Angst vor einer Demenz. Christian Klameth vom KKH-Serviceteam beruhigt: „Nicht die Fähigkeit zu lernen und zu behalten hat nachgelassen. Ihrem Gehirn fehlt es lediglich an Training.“ Senioren bemerken vielleicht, dass sie nach dem Rückzug aus dem Berufsleben geistig weniger gefordert sind. Außerdem rächt sich, dass im Zeitalter des Handys kaum mehr jemand Telefonnummern und Geburtstage auswendig lernt.

Geistig fit dank Gehirnjogging

Das Gehirn wächst selbst im Alter, wie der Hirnforscher Arne May vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf nachweisen konnte. Alles was es braucht, um aufnahmefähig und leistungsstark zu bleiben, sind zehn bis fünfzehn Minuten Übung pro Tag. Ob Kreuzworträtzel, Sudoku, Klavierspielen, Tanzen, Gedichtelernen – „Entscheidend ist, dass man die Konzentration regelmäßig trainiert, und das klappt nur, wenn es Freude bereitet“, erklärt Christian Klameth.

Spielend lernen

Auch Spiele bieten sich als Gehirnjogging an. Bei Klassikern wie „Stadt, Land, Fluss“ oder „Ich packe meinen Koffer“ trainieren sich die Gehirnzellen wie von selbst. Wer Zahlenspiele bevorzugt, übt seine Rechenkünste an Autonummerschildern oder berechnet im Supermarkt die Gesamtsumme seiner Einkäufe. Musikliebhaber versuchen aus klassischen Stücken die Instrumente herauszuhören. Am schönsten ist es, wenn sich das Gehirntraining mit Geselligkeit verbinden lässt – zum Beispiel durch eine Mitgliedschaft im Schach- oder Bridgeclub.

Versorgen Sie Ihr Gehirn mit Nervennahrung

Morgens, wenn sich die Engergiespeicher des Körpers entleert haben, benötigt das Gehirn dringend Nervennahrung in Form von Kohlenhydraten. Am besten eignen sich Vollkornprodukte. Sie erhalten die geistige Leistungsfähigkeit gleich über mehrere Stunden aufrecht. Auch Studentenfutter bietet sich, wie der Name bereits verrät, als Nahrung für die „grauen Zellen“ an. Fette Seefische wie Seelachs, Hering oder Thunfisch leisten mit ihrem hohen Gehalt an Omega-3- Fettsäuren ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur geistigen Fitness.

Autoren

Susanne Schmid/KKH | zuletzt geändert am 06.07.2015 um 09:28 Uhr
Vorheriger Artikel

Soziale Unterschiede und Ernährung