Keine schroffen Temperaturwechsel

Der Hitze die Stirn bieten

sassi/pixelio.de
Nichts ist bei 40 Grad erfrischender als kaltes Wasser. Schwitzende sollten sich aber langsam abkühlen, um den Kreislauf zu schonen.

Sommer und Sonne laden zum Baden ein. Wer wünscht sich bei der Hitze nicht eine rasche Abkühlung? Doch dabei ist Vorsicht angebracht: Wer zu abrupt von heiß zu kalt wechselt, belastet seinen Kreislauf.

Schrittweise abtauchen

Wer am Badesee beherzt ins Nass springen will, sollte daran denken, dass die Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser dem Kreislauf ziemlich zu schaffen machen können. Lauwarme Duschen und langsames Abkühlen vor dem Schwimmen sind daher die besten Strategien, um der Hitze zu trotzen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät, langsam ins Wasser zu gehen. Dabei sollte der Badende erst seinen Oberkörper benetzen, bevor er ganz untertaucht. Trotz der Sommerhitze sind bei tiefen Baggerseen nur die obersten Wasserschichten erwärmt. Darunter können noch immer sehr kalte Schichten sein, durch die Schwimmer leicht unterkühlen und Krämpfe bekommen können.

Lauwarm statt eiskalt

Auch eine eiskalte Dusche zu Hause ist keine gute Idee: Frostiges Abbrausen aktiviert die körpereigene Heizung. Danach schwitzt man noch stärker als vorher – der Körper versucht den Kälteschock zu kompensieren. An heißen Tagen ist deshalb eine lauwarme Dusche die bessere Lösung. Klimaanlagen dürfen nie zu kalt eingestellt sein, denn die kalte Luft schwächt den Körper und verursacht schnell eine Sommergrippe.

Auch bei Hitzefolgen wie einem Sonnenstich sollte man den Kreislauf schonen: Von Eispackungen auf Kopf und Nacken rät Prof. Hans Anton Adams von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in Berlin ab. Besser eignet sich ein feuchter Lappen zum Kühlen.

Kein Eiswasser trinken

Bei großer Hitze gilt außerdem umso mehr, was bei Sommerwetter grundsätzlich gilt: die Mittagshitze meiden, im Schatten bleiben, einen Hut und luftige Kleidung tragen sowie viel trinken. Ob man genug Flüssigkeit zu sich genommen hat, lässt sich an der Urinfarbe erkennen. Diese sollte immer hellgelb sein. Denn nur dann ist der Körper genug mit Flüssigkeit versorgt. Ist der Urin dunkler, sollte man die Trinkmenge erhöhen. Denn wer nicht genug trinkt, riskiert einen Hitzekollaps. Trinken sollte man nur ein kühles, aber kein eiskaltes Getränk.

Autoren

Julia Heiserholt, BVF | zuletzt geändert am 06.02.2014 um 14:28 Uhr
Vorheriger Artikel

Hoch ansteckend: Keuchhusten