Die fünf wichtigsten Expertentipps

Medikamente lagern leicht gemacht

Margot Kessler/ pixelio
Mit einem Medikamentendosierer behalten Sie den Überblick, welche Tabletten Sie wann einnehmen müssen.

Eine gut ausgestattete Notfallapotheke gehört in jeden Haushalt. Pflaster, Hustensaft und Kopfschmerztabletten sollten stets griffbereit sein. Doch wo in der Wohnung ist der beste Platz dafür? Die Experten der Landesapothekenkammer Hessen erklären, wie und wo Sie Arzneien richtig aufbewahren. Schluss mit Chaos im MedizinschrankOb beim Kochen in den Finger geschnitten oder eine plötzliche Kopfschmerzattacke, der Griff in den heimischen Medizinvorrat lindert die Beschwerden. Doch in den meisten Haushalten bietet sich ein ähnliches Bild: ein Chaos an angebrochenen Verpackungen, offenen Tuben und Tabletten ohne Beipackzettel. Doch damit ist jetzt Schluss! Mit den sechs Expertentipps der Landesapothekerkammer Hessen bringen Sie ihre Hausapotheke auf Vordermann. 1. Originalverpackung und Beipackzettel aufheben

Lagern Sie jedes Medikament in seiner Originalverpackung. Sie schützt die Wirkstoffe vor äußeren Einflüssen wie Helligkeit oder direkter Sonneneinstrahlung. Heben Sie den Beipackzettel unbedingt auf. Er enthält wichtige Informationen über Nebenwirkungen, Art und Zeitpunkt der Einnahme oder mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. 2. Der richtige Aufbewahrungsort

In vielen Haushalten hat die Notfallapotheke ihren Stammplatz im Badezimmer. Doch dort ist es viel zu feucht für die empfindlichen Arzneien. Lagern Sie Ihre Medikamente besser in einem Medizinschränkchen in der Küche, empfehlen die Experten. Bei den Mahlzeiten erinnert es automatisch an die tägliche Tabletteneinnahme. Wer im Laufe des Tages verschiedene Arzneien einnehmen muss, profitiert von einem Medikamentendosierer. Damit bewahren Sie ihre Tabletten übersichtlich sortiert für den Tag oder die ganze Woche auf. Idealerweise steht er an einem Ort in der Wohnung, an dem Sie mehrmals täglich vorbeikommen. Bewahren Sie grundsätzlich alle Medikamente für Kinder unzugänglich auf. 3. Wohlfühltemperatur für Medikamente

Die meisten Arzneien sind bei Zimmertemperatur aufzubewahren. Heizt sich die Wohnung im Sommer dauerhaft über 25° Celsius auf, ziehen die Medikamente besser in den Kühlschrank um. 4. Für wen ist Kühlung Pflicht?

Alle Arzneimittel, die zwischen 9 und 15° Celsius gelagert werden müssen, gehören in den Kühlschrank. Schreiben Apotheker oder Beipackzettel eine Temperatur zwischen 2 und 8° Celsius vor, ist das Gemüsefach der beste Platz. Viele Kühlschränke sind allerdings zu warm eingestellt. Messen Sie sicherheitshalber nach. Bestimmte Mittel sind in jedem Fall kühl zu lagern. Dazu zählen pulverförmige, wasserlösliche Antibiotika und Insuline. 5. Was darf nicht in den Kühlschrank?

Je kühler, desto besser gilt aber nicht für alle Arzneien. Flüssige Mittel wie Tropfen oder Injektionslösungen kristallisieren bei niedrigen Temperaturen häufig aus. Sie sind nur schwer wieder zu verflüssigen und büßen an Wirksamkeit ein. Deshalb gehören sie nicht in den Kühlschrank.
Im Zweifelsfall berät Sie Ihr Apotheker, wie und wo Sie Ihre Medikamente am besten aufbewahren!

Autoren

Anne Jantos/Landesapothekerkammer Hessen | zuletzt geändert am 21.08.2014 um 10:18 Uhr
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