Was Sie tun können, um gut zu schlafen

Schlaflos im Urlaub

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Sich richtig auszuschlafen, das gehört im Urlaub dazu.

Geht es Ihnen auch so? Es ist die erste Urlaubsnacht. Ihr Partner schläft tief und fest, doch Sie wälzen sich von einer Seite auf die andere. Die Geräusche vom Gang halten Sie wach, das Bett ist viel zu weich und die Hitze macht Sie wahnsinnig. Am Morgen wachen Sie wie erschlagen auf — ausgerechnet jetzt, wo Sie richtig entspannen wollten. Hier erfahren Sie, wie Sie auch im Urlaub gut schlafen können.

Keinen Jetlag aufkommen lassen

Er ist einer der häufigsten Gründe für Schlafprobleme im Urlaub: der Jetlag. Gerade nach Langstreckenflügen in die USA, die Karibik, nach Thailand oder Australien kämpfen viele damit. Die Zeitverschiebung bringt die innere Uhr durcheinander. Zuhause würden Sie gerade aufstehen. Im Urlaubsland kommt schon das Mittagessen auf den Tisch. Auch wenn Sie müde sind — die Sitze im Flugzeug sind schließlich nicht die bequemsten — und am liebsten sofort ins Bett gehen möchten, versuchen Sie, bis zum Abend wach zu bleiben. So kommen Sie schneller in den Tag-Nacht-Rhythmus Ihres Urlaubsorts.

Den Stress im Gepäck

Bis kurz vor der Abreise schieben Sie noch Überstunden im Büro. Koffer packen, die letzten Einkäufe erledigen, Haus und Garten auf die Abwesenheit vorbereiten, das läuft nur nebenbei. Wer noch im Flieger unter Strom steht, kann nicht sofort am Urlaubsort entspannen. Nicht umsonst meinen viele Urlauber: „Ich brauche zwei Wochen Ferien. Nach einer merkt mein Körper erst, dass er frei hat.“ Versuchen Sie deshalb nicht bis zum letzten Tag noch Stress am Arbeitsplatz zu haben und erledigen Sie die Urlaubsvorbereitungen in Ruhe. Sie können dem Körper nicht befehlen sich zu entspannen. Er muss sich darauf einstellen.

Das richtige Essen

Wer schon den All-Inclusive-Urlaub gebucht hat, möchte sich beim Essen natürlich nicht zurückhalten. Ein Büffet mit Croissants, Pfannkuchen und Aufschnitt am Morgen, Frittiertes und Steaks zum Mittag- und Abendessen — das schlägt nicht nur auf den Magen. Das schwere, süße und fettige Essen raubt auch die Nachtruhe. Der Bauch drückt, die Verdauung kommt nur schwer in Gang. Doch die meisten Büffets haben auch Obst, Gemüse, Joghurt, Fisch und mageres Fleisch zu bieten. Laden Sie sich doch besser damit den Teller voll. Passen Sie aber auf mit Salat und Rohkost. Viele Menschen vertragen sie abends nicht so gut und leiden dann nachts unter Blähungen.

Alkohol meiden

Auch wenn Ihnen nach ein paar Gläsern Wein die Augen fast zufallen, beschert Ihnen Alkohol keine erholsame Nacht. Der Schlafist unruhig, da Ihr Geist immer noch wach ist. Sie schwitzen stark, schnarchen und müssen häufig nachts zur Toilette. Wollen Sie gut schlafen, sollten Sie also besser die Finger von Cocktails lassen — selbst wenn diese noch so verlockend aussehen.

Der Hitze trotzen

Im Zimmer funktioniert die Klimaanlage nicht. Oder gehören Sie vielleicht zu den Menschen, die diese Geräte verteufeln? Wenn Sie trotzdem kühl schlafen möchten, lüften Sie nur in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Lassen Sie tagsüber die Fenster und die Vorhänge oder Rollos geschlossen. Auch eine lauwarme Dusche vor dem Schlafengehen hilft. Das warme Wasser öffnet die Poren. So kann die Hitze ausströmen. Trocknen Sie sich hinterher nicht ab, denn das verdunstende Wasser kühlt die Haut zusätzlich.

Praktische Tipps

  • Viele Menschen schwören auf „ihr“ Kopfkissen — vielleicht schlafen auch Sie besser, wenn Sie Ihr Kissen von zuhause einpacken?
  • Nehmen Sie Ohropax mit. Das hilft nicht nur, wenn neben Ihrem Hotel jeden Morgen der Bagger anrollt, sondern auch gegen das Schnarchen Ihres Liebsten.
  • Liegen Sie nicht den ganzen Tag faul am Strand herum. Bewegung macht müde und sorgt für einen tiefen und erholsamen Schlaf.

Diese Tipps helfen natürlich nicht nur, im Urlaub gut zu schlafen. Auch zuhause gilt: Stress vermeiden, leichte Küche essen, Alkohol in Maßen geniessen und sich viel bewegen. Damit fällt es Ihnen nicht nur leichter ein- und durchzuschlafen — auch auf Schlaftabletten können Sie so verzichten.

Autoren

Tina Neundorf | zuletzt geändert am 25.06.2011 um 09:45 Uhr
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