Nasenbluten

Zu kräftig geschnäuzt:

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Viele erschrecken, wenn plötzlich Blut aus der Nase läuft. Doch Nasenbluten ist meist kein Grund zur Besorgnis.

Nach dem Aufstehen, beim Sport oder beim Naseputzen – plötzlich läuft unerwartet Blut aus der Nase. Was im ersten Augenblick schlimm aussieht, ist in der Regel harmlos. Immer und überall kann es einen erwischen. Wie Sie sich richtig verhalten, wenn es aus der Nase blutet.

Was dahinter steckt

Unsere Nasenhöhle ist gut durchblutet, es gehört zu ihren Aufgaben die Atemluft zu erwärmen. Ein dichtes Netz an Blutgefäßen durchzieht die Nasenschleimhaut. An der vorderen Nasescheidewand verlaufen die feinen Äderchen oberflächlich und sind daher besonders verletzlich. Kein Wunder, dass es dort leicht zum Bluten kommt.

Häufig tritt Nasenbluten nach Gewalt von außen ein, zum Beispiel bei einem Nasenbeinbruch, einem Fremdkörper in der Nase oder, gerade bei Kindern, durch Nasebohren. Bei vielen Menschen führt Heizungsluft oder Klimaanlagen zu einer trockenen Nasenschleimhaut, was Nasenbluten begünstigt. Andere mögliche Ursachen sind eine Nasenschleimhautentzündung, Bluthochdruck, Infektionen oder eine Blutgerinnungsstörung. Manchmal äußert sich auch eine leichte Erkältung oder Stress durch Nasenbluten. In selteneren Fällen steckt eine ernste Erkrankung dahinter. Wer unter immer wieder kehrendem Nasenbluten leidet, sollte den Grund von einem Arzt klären lassen.

Wie man das Bluten stoppt

Wenn ohne sichtbare Verletzung Blut aus einem oder beiden Nasenlöchern fließt, erschrecken viele zunächst. Doch die Menge Blut, die dabei verloren geht, ist so klein, dass man sich keine Sorgen machen muss. In den meisten Fällen lässt sich Nasenbluten schnell und ohne ärztliche Hilfe stoppen.

Nehmen Sie eine aufrechte Position ein und beugen Sie den Kopf leicht nach vorne. Auf keinen Fall sollten Sie den Kopf in den Nacken legen, denn so gerät Blut in den Rachen und läuft in den Magen, wo es Übelkeit und Erbrechen auslösen kann. Drücken Sie die Nasenflügel mit Daumen und Zeigefinger fest gegen die Scheidewand. Ein kaltes Tuch oder ein Eisbeutel im Nacken helfen ebenfalls das Bluten zu stoppen, denn die Gefäße ziehen sich bei Kälte zusammen. Blutet die Nase nach zehn Minuten weiter, wiederholen Sie diese Maßnahmen. Lässt sich die Blutung nach 30 Minuten nicht stoppen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wie man vorbeugt

Manche Menschen neigen mehr zu Nasenbluten als andere. Sofern keine ernste Krankheit dahinter steckt, kann man seiner Nase einiges Gutes tun und Nasenbluten vorbeugen. Halten Sie die Luftfeuchtigkeit in beheizten oder klimatisierten Räumen möglichst hoch, zum Beispiel mit Hilfe von Luftbefeuchtern oder Pflanzen. Wenn eine Erkältung die Nasenschleimhaut austrocknet, hilft eine fettende Salbe oder Vaseline. Allgemein gilt: Nicht zu kräftig schnäuzen, denn so reißen die empfindlichen Blutgefäße schnell auf.

Autoren

Julia Heiserholt | zuletzt geändert am 16.11.2012 um 08:59 Uhr
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