Gefährliche Strahlenbelastung

Zähne röntgen erhöht Tumor-Risiko

Bei Kieferbrüchen oder Zahnfehlstellungen muss der Zahnarzt die betroffene Region oft röntgen, um eine genaue Diagnose treffen zu können. Allerdings steigert die Strahlenbelastung das Risiko für Tumorerkrankungen, wie eine Studie amerikanischer Wissenschaftler jetzt bestätigt.

Strahlen fördern Tumorwachstum

Für die Studie untersuchten die Forscher rund 1.400 Patienten, die an einen Hirntumor litten. Die Kontrollgruppe bildeten 1.350 gesunde Personen. Die Wissenschaftler befragten die Studienteilnehmer, wie oft sie in der Vergangenheit beim Zahnarzt geröntgt worden waren. Das Ergebnis: Teilnehmer, die sich ein- oder mehrmals jährlich einer Röntgenaufnahme unterzogen, hatten ein dreifach höheres Risiko an einem Hirntumor zu erkranken. Vor allem wenn sich der Patient im Alter von zehn Jahren oder jünger röntgen lasse, sei die Gefahr enorm hoch.

Die Röntgenaufnahme ist als ein bildgebendes Untersuchungsverfahren für die genaue Diagnose oft unentbehrlich. „Es ist wichtig zu wissen, dass Röntgenbilder heutzutage mit einer geringeren Strahlenbelastung als früher angefertigt werden“, betont Studienleiterin Elisabeth Claus. Allerdings sollten Zahnärzte Röntgenaufnahmen auf ein absolutes Mindestmaß beschränken.

Gutartige Hirntumore

Hirntumore sind Geschwulste im Gehirn, die sich oft durch Kopfschmerzen und Bewusstseinsstörungen bemerkbar machen. Ein gutartiger Hirntumor – auch Meningeom genannt – lässt sich in der Regel ohne Komplikationen entfernen, da dieser das umliegende Gewebe nicht schädigt, sondern nur verdrängt.

Autoren

Isabelle Hübler | zuletzt geändert am 11.04.2012 um 14:26 Uhr
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