Eibisch

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Eibisch stammt ursprünglich aus Asien. Vermutlich führten die Römer ihn in Südeuropa ein. Die Pflanze kann auf eine lange Kulturgeschichte zurückblicken. Römische Gelehrte empfahlen bei Verletzungen durch Dornen eine Paste aus Eibischblättern herzustellen, um damit das Infektionsrisiko zu verringern. Im mittelalterlichen Frankreich und England hat die Wurzeln des Eibischs zu einer süßen Paste verarbeitet, auch Schneckensaft genannt. Sie half bei Heiserkeit, Halsentzündungen und Husten. Darüber hinaus verzehrte man Salat mit Eibischblättern oder Sirup aus Eibischwurzeln, um die Nieren anzuregen.

Wissenschaftlicher Name: Althaea officinalis.

Charakteristik

Eibisch erreicht eine Höhe von 60 bis 120 cm. Es handelt sich um eine ausdauernde Pflanze mit verholztem Stengel und oft dreilappigen Stengelblättern. Die Blüten stehen in Trauben zusammen und haben rosa bis weiße Kronblätter. Seine entzündungshemmenden und reizlindernden Effekte auf die Schleimhute erhält der Eibisch durch seine Schleimstoffe auf Polysaccharidbasis. Medizinisch eingesetzt werden die Eibischblüten, Blätter und Wurzeln.

Anwendungsbereiche

Anwendung: als Gurgelwasser bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, auch mit trockenem Reizhusten
Volksmedizin: bei Durchfallerkrankungen, Insektenstichen und entzündlichen Geschwüren

Dosierung

Tagesdosis: 5 g Droge bei Zubereitungen zum Einnehmen
Als Tee: 1-2g Eibischblätter zehn Minuten in 150 ml heißem Wasser ziehen lassen. Mehrmals täglich eine Tasse leicht erwärmt trinken.

Autoren

Thomas Brendler, Joerg Gruenwald, Christof Jaenicke; Sandra Göbel | zuletzt geändert am 04.10.2018 um 15:15 Uhr
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