Hamamelis

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Die Zaubernuss war in der Heilkunde Nordamerikas als Umschlag zur Behandlung von Schwellungen und als vorzügliches Mittel gegen Hämorrhoiden gebräuchlich, wurde aber auch bei Verbrennungen, Insektenstichen und Hautentzündungen angewandt. Die Zweite wurden von den Indianern als Wünschelrute geschätzt. 1736 führte Collison die Pflanze in Europa ein. Neben der Heilkunde findet Hamamelis auch in Gesichtswassern und Cremes Verwendung.

Wissenschaftlicher Name: Hamamelis virginiana L.

Charakteristik

Der Baum stammt aus den Laubwäldern Nordamerikas. Er wächst in Europa in Gärten und Parks und wird auch in subtropischen Ländern kultiviert. Medizinisch verwendet werden das Hamameliswasser, ein Destillat aus den Pflanzenteilen, Hamamelisrinde, die im Herbst gesammelten und getrockneten Blätter, die frische Rinde der Wurzeln und der Zweige, die getrocknete Rinde der Stämme und Zweige, die frischen Blätter und Zubereitungen aus verschiedenen Pflanzenteilen.

Anwendungsbereiche

Äußere Anwendung: bei leichten Hautverletzungen, lokalen Entzündungen der Haut und der Schleimhäute, Krampfaderbeschwerden und Hämorrhoiden
Volksmedizin: bei akuten unspezifischen Durchfallerkrankungen sowie Menstruationsbeschwerden
Homöopathie: bei Hämorrhoiden, Krampfaderleiden und Haut- und Schleimhautblutungen

Dosierung

Abkochung: 250 ml Wasser mit 5-10 g Droge als Spüllösung oder als Umschlag; 2-3 g auf 150 ml Wasser als Gurgellösung
Zäpfchen: 200-400 mg Droge
Tee: 1-2 g Droge mit kochendem Wasser übergießen, etwa 10 Minuten ziehen lassen. Eine Tasse 2-3-mal täglich zwischen den Mahlzeiten
Fluidextrakt: 2-4 ml 3-mal täglich

Wirkung und Nebenwirkungen

Die in der Droge enthaltenen Gerbstoffe wirken entzündungs­hemmend, blutstillend und zusammenziehend. Das ist durch verschiedene Studien belegt. Risiken der bestimmungs­gemäßen Anwendung therapeutischer Dosen der Droge und Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Bei innerlicher Anwendung können Verdauungsbeschwerden auftreten, in seltenen Fällen sind bei langer Anwendung Leberschäden denkbar. Eine therapeutische Anwendung wird bei Krampfadern, Hämorrhoiden, Verstauchungen, leichten Hautabschürfungen, lokalen Entzündungen, Neurodermitis und schweren Beinen positiv bewertet.

Anwendung in Lebensmitteln

Keine Angaben.

Autoren

Thomas Brendler, Joerg Gruenwald, Christof Jaenicke | zuletzt geändert am 08.11.2018 um 12:37 Uhr
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