Uzara

Manfred Schütze/pixelio.de

In der einheimischen Volksmedizin Südafrikas ist die Pflanze traditionell ein Mittel gegen Durchfall und Ruhr. Die Droge ist leichter über ihre maßgeblichen Inhaltsstoffe (Bitterstoffe) zu charakterisieren als durch eine Zuordnung zu bestimmten Arten. 

Wissenschaftlicher Name: Xysmalobium undulatum L. R. Br.

Charakteristik

In Südafrika ist Uzara weit verbreitet. Die Wurzeldroge besteht aus den getrockneten unterirdischen Teilen 2-3-jähriger Pflanzen sowie deren Zubereitungen. 

Anwendungsbereiche

Bei unspezifischen akuten Durchfallerkrankungen

Dosierung

Tagesdosis: entsprechend 50-100 mg Gesamtglykoside, berechnet als Uzarin. Nur in Fertigarzneimitteln als Tabletten oder Tropfen nach Angaben des Herstellers dosieren. 

Wirkung und Nebenwirkungen

Die Droge wirkt aktivitätshemmend im Dünndarm. Die therapeutische Verwendung bei unspezifischen akuten Durchfallerkrankungen wird daher positiv bewertet. In hoher Dosierung zeigt sich aufgrund der herzwirksamen Glykoside ein digitalisartige Wirkung auf das Herz. Der Effekt ist so gering, dass eine Vergiftung unwahrscheinlich ist, aber denkbar. Bei bestehender Therapie mit herzwirksamen Glykosiden sollte Uzara nicht zum Einsatz kommen. Zu möglichen Risiken und Nebenwirkungen beraten Ärzte und Apotheker. 

Anwendung in Lebensmitteln

keine Angaben

Autoren

Th. Brendler, J. Gruenwald, Ch. Jaenicke | zuletzt geändert am 05.10.2018 um 09:41 Uhr
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