Albinismus

Albinismus: Angeborene Störung der Melaninbildung der Haut, Haare und Augen. Es werden zwei Formen unterschieden. Der Albinismus partialis äußert sich durch einzelne, scharf begrenzte, pigmentfreie Hautflecken oder einzelne weiße Haarsträhnen. Der Albinismus totalis zeigt sich am gesamten Körper. Die Betroffenen (umgangssprachlich „Albinos“ genannt) haben eine blassrosa Haut, weißblondes Haar und eine blaue oder graue Regenbogenhaut der Augen. Häufig leiden sie unter Augenproblemen, z. B. unter Augenzittern, Schielen, einer Störung des räumlichen Sehens, oder einer – durch Brillen wie Kontaktlinsen nicht voll ausgleichbaren – Sehschwäche. Wegen des Pigmentmangels in der Regenbogenhaut besteht zudem eine erhöhte Blendempfindlichkeit. Der Pigmentmangel der Haut erhöht das Risiko für Sonnenbrand und Hautkrebs erheblich.

Daher sollten die Betroffenen direkte Sonneneinstrahlung meiden, Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden und auf einen ausreichenden Lichtschutz der Augen achten.

Dr. Ute Koch, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 13.04.2016 um 13:15 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung durch Ihren Apotheker ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.
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