Röschenflechte

Röschenflechte (Pityriasis rosea): Harmlose, nicht ansteckende, entzündliche Hauterkrankung mit kleieförmiger Schuppung, vermutlich durch einen Virusinfekt ausgelöst. Zu Beginn erscheint (meistens am Rumpf) ein runder bis ovaler etwa 5 cm großer, geröteter Fleck mit nach innen gerichteter Schuppenkrause (Primärmedaillon genannt). Tage bis Wochen später bilden sich um diesen Herd herum gestreut zahlreiche gleichartige kleinere Herde. Juckreiz und eine stärkere Entzündung können auftreten. Die Hautveränderungen heilen in aller Regel ohne Behandlung nach 1–3 Monaten folgenlos ab. Nur bei starken Entzündungsreaktionen ist eine äußerliche Behandlung mit Kortison indiziert. In der Akutphase sollte möglichst wenig geduscht oder gebadet werden.

Röschenflechte im Anfangsstadium (Primärmedaillon, oben) und in späterem, stark entzündlichen Stadium (unten)
Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Dr. Ute Koch, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 13.04.2016 um 13:16 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung durch Ihren Apotheker ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.
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