Kleienflechte

Kleienflechte (Kleienpilzflechte, Pityriasis versicolor): Harmlose, aber zu Rückfällen neigende Pilzinfektion der Haut, ausgelöst durch den Hefepilz Malassezia furfur. Charakteristisch sind scharf begrenzte runde bis ovale, hell- bis dunkelbraune Flecken mit zarter kleieartiger Schuppung, die zu großflächiger Ausbreitung neigen. Die Hautveränderungen treten hauptsächlich an Hautstellen auf, die reich an Talgdrüsen sind, wie über dem Brustbein und dem mittleren Rücken (vordere und hintere Schweißrinne) oder an den Schultern. Bei intensiver Sonneneinstrahlung werden die erkrankten Stellen hell, während die umliegende gesunde Haut bräunt. Die kosmetisch störenden hellen Flecken bleiben auch nach Abheilen der Krankheit oft noch lange Zeit bestehen. Gehäuft betroffen sind Menschen mit vermehrter Schweißproduktion (Hyperhidrose), Immunschwäche, Diabetes und Schwangere.

Die Therapie besteht in der äußerlichen Anwendung eines Antimykotikums in Form von Cremes, Lotionen oder Shampoos. In seltenen, sehr hartnäckigen Fällen ist ein Antimykotikum zum Einnehmen erforderlich.

Dr. Ute Koch, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 13.04.2016 um 13:17 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung durch Ihren Apotheker ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.
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