Milien

Milien (Hautzysten, Hautgries): Stecknadelkopfgroße weißliche oder hautfarbene, kugelige Knötchen, die meist in Gruppen auftreten, überwiegend im Gesicht (Wangen, Schläfen, Augenbereich) und Genitalbereich. Dermatologisch handelt es sich um horngefüllte Zysten, die sich an den Ausführungsgängen von Talgdrüsen bilden. Obwohl sie in jedem Alter zu finden sind, auch schon bei Neugeborenen, entwickeln sie sich typischerweise im jüngeren Erwachsenenalter, spontan oder als Narbe nach dem Abheilen von blasenbildenden Hauterkrankungen, z. B. Pemphigoide. Milien sind harmlos, oft aber kosmetisch störend. Sie lassen sich chirurgisch oder mit dem Laser entfernen.

Dr. Ute Koch, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 15.04.2016 um 14:51 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung durch Ihren Apotheker ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.
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