Arzneimittelbestandteile

Medizinische Wirkstoffe werden entweder chemisch synthetisiert oder aus Pflanzen oder aus Bestandteilen bzw. Stoffwechselprodukten von Tieren, Bakterien oder Pilzen gewonnen. Neben dem eigentlichen Wirkstoff enthalten fast alle in der Apotheke erhältlichen Arzneimittel auch Hilfsstoffe:

  • Füllmittel beispielsweise vergrößern die oft winzig kleinen Wirkstoffmengen soweit, dass portionierbare Tabletten, Zäpfchen oder Sirup entstehen.
  • Konservierungsstoffe verlängern die Haltbarkeit von Arzneimitteln und sind vor allem bei Flüssigarzneimitteln wie Augentropfen notwendig.
  • Galenische Hilfsstoffe beschleunigen oder verlangsamen die Resorption einer Wirksubstanz in Magen oder Dünndarm, etwa um eine Depotwirkung zu erzielen.
  • Tablettenlacke erleichtern das Schlucken.

Praktisch alle Arzneimittel, die der Arzt verschreibt, sind industriell hergestellte Fertigarzneimittel. Vor allem in der Dermatologie, für Salben- und Cremezubereitung also, werden in der Apotheke noch individuelle Arzneirezepturen hergestellt.

Autoren

Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am 17.03.2016 um 11:29 Uhr
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