Reisen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen

Bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ist das Reisen in Gebiete mit einem niedrigen Hygienestandard wegen einer wahrscheinlichen Verschlimmerung der Durchfälle ein hohes Risiko. Denn zum einen kommt die fragile Darmflora durch die fremde Kost durcheinander, die Beschwerden verstärken sich. Zum anderen setzen die Basistherapeutika die Immunabwehr herab und machen eine Infektion wahrscheinlicher. Aber auch Patienten mit starker Verstopfungsneigung oder Divertikulitis kann ein eingeschränktes Nahrungsmittelangebot am Urlaubsort zur Verzweiflung treiben.

So sind für Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen letztlich Luxushotels, die weltweit europäische Essensstandards garantieren, die einzige Möglichkeit, größere Komplikationen zu verhindern. In jedem Fall ist vor der Reisebuchung ein Gespräch mit dem Hausarzt anzuraten.

Autoren

Dr. rer. nat. Annette Diekmann-Müller, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 07.11.2018 um 09:13 Uhr
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