Oberarm- und Oberschenkelstraffung

Hautstraffung(Dermolipektomie): Hautstraffung durch operative Entfernung von überschüssiger Haut und Fettpolstern.

Mit zunehmendem Alter und infolge von Gewichtsschwankungen verliert die Haut an Elastizität und bildet in gestreckter Haltung an den Oberarmen kleinere oder größere Hängetaschen. Auch die Innenseite der Oberschenkel wird schlaff und faltig, besonders bei Menschen mit schwachem Bindegewebe. Mit einer Hautstraffung kann dies beseitigt werden. Der Eingriff ist jedoch problematisch, weil bleibende Narben in Kauf genommen werden müssen.

Der Eingriff

Bei einer Oberarmstraffung wird der Schnitt immer innenseitig von der Achselhöhle bis zum Ellenbogen geführt. Dann entfernt der Arzt überschüssiges Haut- und Fettgewebe und vernäht die Wundränder. Die Hautschnitte zur Oberschenkelstraffung setzt der Arzt entweder in der Leistenbeuge („kleine“ horizontale Straffung) oder an der Oberschenkelinnenseite („große“ vertikale Straffung). Nach dem Eingriff werden Drainagen gelegt und ein Kompressionsverband angepasst. Eine Oberarmstraffung dauert 1–2 Stunden, eine Oberschenkelstraffung 2–3 Stunden. Beide Eingriffe werden in Vollnarkose durchgeführt.

Nachbehandlung

Nach Straffungsoperationen an den Gliedmaßen wird ein Klinikaufenthalt von 2–4 Tagen empfohlen. Für 6–8 Wochen ist das Tragen spezieller Kompressionskleidung erforderlich. Die Wundheilung und das Abklingen der Schwellung dauern 10–14 Tage. Nach drei Wochen werden die Fäden gezogen. Die Heilung ist durch Hautpflege (z. B. mit Panthenol-Salben) zu unterstützen. Sauna, Solarium und intensive Sonne sollte man für mindestens zwei Monate nach der Operation meiden. Mit sportlichen Aktivitäten sollte erst nach drei Monaten begonnen werden – Bewegung (z. B. Spazierengehen) ist zur Thrombosevorbeugung jedoch ratsam.

Das endgültige Ergebnis zeigt sich frühestens nach einem halben Jahr und ist dann bei gesunder Lebensweise dauerhaft.

Risiken und Gegenanzeigen

Da es sich um größere Wundflächen handelt, können Blutergüsse, Sekrete und bakterielle Entzündungen die Heilung stören. Hautgefühl und Lymphabfluss regenerieren sich im Verlauf mehrerer Monate und können in der Narbenregion vermindert bleiben. Thrombosen und Embolien sind extrem selten. Das größte Risiko ist eine unschöne Narbenbildung. Überdehnte Narben können sich verbreitern, gelegentlich auch dick und wulstig werden. Strafft der Operateur die Haut zu stark, kann es zu Durchblutungsstörungen kommen und im schlimmsten Fall Gewebe absterben. Bei unerfahrenen Chirurgen kommen Asymmetrien vor.

  • Oberarmstraffung ab 1 500 €
  • Oberschenkelstraffung ab 2 500 €.

Autoren

Dr. Nicole Schaenzler, Dr. Hans-Hermann Wörl | zuletzt geändert am 07.03.2008 um 14:36 Uhr
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