Oligofructose

bitt24/Shutterstock

Oligofructose ist ein Mehrfachzucker, bestehend aus 2 bis 10 nichtverdaulichen Kohlenhydratbausteinen, weshalb Oligofructose zu den Ballaststoffen zählt. Oligofructose wird im Darm zu kurzkettigen Fettsäuren, insbesondere Milchsäure und Essigsäure, umgewandelt. Als Präbiotikum wird Oligofructose funktionellen Lebensmitteln, meist Joghurt, zugesetzt, um die Darmflora zu stärken und die Verdauung anzuregen.

Vorkommen

Oligofructose wird im Darm durch den Abbau von Inulin gewonnen. Dem Mehrfachzucker werden positive Effekte auf die Verdauung und die Darmgesundheit zugeschrieben, da er im Darm das Wachstum von verdauungsfördernden Bifidobakterien stimuliert. Deshalb wird der Ballaststoff oder sein Vorprodukt Inulin bestimmten Lebensmitteln als Präbiotikum zugefügt.

Weitere Gründe Lebensmittel mit Oligofructose anzureichern, sind seine Funktion als Geschmacksträger und Zuckeraustauschstoff. Er erreicht etwa die Hälfte der Süßkraft von gewöhnlichem Zucker.

Oligofructose wird bestimmten funktionellen Joghurts beigegeben. Oligofructose wird bestimmten funktionellen Joghurts beigegeben. Grundsätzlich enthält jeder Joghurt Milchsäurebakterien und trägt somit zu einer gesunden Darmflora bei. Grundsätzlich enthält jeder Joghurt Milchsäurebakterien und trägt somit zu einer gesunden Darmflora bei.
www.shutterstock.com, Shutterstock Inc., New York, USA

Bedarf

Eine offizielle Empfehlung zur täglichen Zufuhr besteht nicht. Um positive Effekte auf die Darmflora und die Verdauung zu erzielen, ist eine tägliche Aufnahme von mindestens 5 Gramm Oligofructose erforderlich.

Mangelerscheinungen

Ein Mangel an Oligofructose ist nicht bekannt.

Oligofructose als Nahrungsergänzungsmittel

Oligofructosehaltige Nahrungsergänzungsmittel werden meist in Form von funktionellen Lebensmitteln wie Joghurt angeboten. Sie eignen sich für alle Menschen, die ihre Darmflora stärken und ihre Verdauung anregen möchten. Über Dosierung und Dauer der Einnahme berät der Arzt oder Apotheker.

Oligofructose als Zuckeraustauschstoff

Für Menschen mit Diabetes kann Oligofructose als Zuckeraustauschstoff relevant sein. Studien weisen darauf hin, dass der Verzehr von Lebensmitteln und Getränken, in denen Zucker durch Oligofructose ersetzt wurde, weniger Blutzucker- und Insulinreaktionen hervorruft als zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke. Über Dosierung und Dauer der Zufuhr berät der Facharzt oder Ernährungsberater.

Überversorgung

Eine Überversorgung führt zu Verdauungsbeschwerden. Sie wird durch den exzessiven Verzehr funktioneller Lebensmittel herbeigeführt.

Autoren

Sandra Göbel | zuletzt geändert am 18.01.2017 um 15:54 Uhr
Vorheriger Artikel

Noni