Silicium

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Synonyme: Silizium

Abkürzung: Si

Silizium ist ein Spurenelement, das für die menschliche Knochenbildung und -reifung benötigt wird. Das Halbmetall ist ein Bestandteil von Haut, Bindegewebe und Knorpel. Haare und Nägel werden durch Silizium gekräftigt, das Bindegewebe verbessert seine Elastizität.

Vorkommen

Silicium kommt in der Natur reichlich als Siliciumdioxid und Silikat vor. In zahlreichen Lebensmitteln, vor allem pflanzlichen Ursprungs, ist Silicium enthalten. Gute Siliciumquellen sind: 

  • Haferkleie: 23 Milligramm/100 Gramm
  • Haferflocken: 11 Milligramm/100 Gramm
  • Bohnen: 10 Milligramm/100 Gramm
  • Weizen: 9 Milligramm/100 Gramm
  • Kartoffel: 6 Milligramm/100 Gramm
  • Spinat: 5 Milligramm/100 Gramm

Auch in Wasser, Kaffee und Bier ist Silicium enthalten.

Weizen führt uns viel Siclicium zu. Allerdings kann das im Weizen enthaltende Gluten bei Personen mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) zu gesundheitlichen Problemen führen.
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Bedarf

Eine offizielle Empfehlung zur Siliciumzufuhr gibt es nicht. Experten empfehlen 10-30 Milligramm pro Tag.

Mangelerscheinungen

Ein Siliciummangel begünstigt die Brüchigkeit von Nägeln und Haaren. Studien wiesen darauf hin, dass ein chronischer Siliciummangel die Knochendichte verringert.

Silicium als Nahrungsergänzungsmittel

Siliciumhaltige Nahrungsergänzungsmittel eignen sich für alle Menschen, die Anzeichen eines Siliciummangels aufweisen, oder allgemein die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln verbessern möchten. Über Dosierung und Dauer der Einnahme berät der Arzt oder Apotheker.

In Nahrungsergänzungsmitteln wird Silicium häufig in Form von Ackerschachtelhalm oder Kieselerde angeboten. Kieselerde besteht zu 94 Prozent aus Siliziumdioxid. Ackerschachtelhalm enthält bis zu 10 Prozent Kieselsäure, einer Verbindung aus Wasser und Siliziumdioxid.

Überversorgung

Extreme Mengen von Silicium fördern die Harnsteinbildung.  

Autoren

Sandra Göbel | zuletzt geändert am 20.01.2017 um 09:00 Uhr
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