Verdacht auf Nasenpolypen

Nase zu und Schnarchkonzerte

Corbis Photography/ veer
Bei einer dauerhaft verstopften Nase können Nasenpolypen die Übeltäter sein.

Jetzt im Herbst wird überall geschnieft und gehustet, es ist Erkältungszeit. Doch was, wenn die Nase dauerhaft verstopft und keine Besserung in Sicht ist? Dann könnten Nasenpolypen die Ursache der Beschwerden sein. Was dagegen hilft, erklären die Experten des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Schleichendes Wachstum

Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. Sie machen sich anfangs kaum bemerkbar. „Erst mit zunehmender Größe schränken die Polypen die Atmung durch die Nase ein, so dass die Betroffenen vermehrt durch den Mund atmen und dadurch nachts schnarchen und schlechter schlafen“, berichtet Dr. Doris Hartwig-Bade vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Die nächtlichen Beschwerden machen tagsüber müde und weniger leistungsfähig. „Auch Riechstörungen, häufige Entzündungen der Nasennebenhöhlen und dadurch bedingte Kopfschmerzen können hinzukommen“, warnt die Expertin.Kortison stoppt Polypen

Wer längerfristig schlecht durch die Nase atmen kann oder weitere der genannten Symptome bemerkt, sollte zu einem HNO-Arzt gehen. „Werden Nasenpolypen frühzeitig erkannt, können sie mit einem Kortison-Präparat behandelt werden. Schlagen die Medikamente nicht an oder sind die Polypen schon zu groß, ist eine Operation angeraten. Bei gut zugänglichen Polypen kann dieser Eingriff in einigen Fällen ambulant in einer HNO-Praxis durchgeführt werden. Anderenfalls ist die Operation mit einem kurzen Klinikaufenthalt verbunden“, erklärt die HNO-Ärztin Hartwig-Bade.

Schleimhäute feucht halten

Damit die Polypen nicht wieder auftreten, empfiehlt die Expertin, auf eine gute Nasenhygiene zu achten. „Regelmäßiges Inhalieren und Nasenduschen wirken vorbeugend, weil dadurch die Schleimhaut in der Nase nicht austrocknet. Wenn ein allergischer Dauerschnupfen die Entstehung der Nasenpolypen begünstigt hat, sollte die Allergie in Form einer Hypersensibilisierung mit behandelt werden“, warnt Dr. Hartwig-Bade.

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06.10.2014 | Anne Jantos/Dt. Berufsverband der HNO-Ärzte
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