Mit Wasser trotz Hitze alles im Fluss

Erfrischungsquelle Wasser

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Wasser ist ein gesunder Durstlöscher - nicht nur im Sommer.

Nach den ersten Hitzewellen ist die neue schon wieder in Sicht. Als Erfrischung locken Eistees, Limonaden oder andere süße Getränke. Doch Trinkwasser als Durstlöscher deckt nicht nur den notwendigen Flüssigkeitsbedarf, sondern hält bei der Hitze fit und gesund.

Warme Getränke erfrischen

Schon seit Kindestagen hat man es im Ohr: Viel trinken! Besonders im Sommer. Und weil es so heiß ist, am besten mit kalten Getränken. Doch entgegen der verbreiteten Meinung führen gekühlte Getränke nicht zur gewünschten Abkühlung. Im Gegenteil: „Kalte Getränke müssen von unserem Organismus erst auf Körpertemperatur erwärmt werden. Das bedeutet für den Körper eine zusätzliche Anstrengung, die zu verstärktem Schwitzen führt“, weiß Micaela Schmidt, Ernährungsexpertin von der Barmer GEK. Viel schlauer ist es, sich an Verhaltensweisen in heißen Ländern zu orientieren. Denn warme Kräuter- oder Früchtetees bieten bei Hitze eine ideale Erfrischung. Oder frisches Trinkwasser aus der Leitung. Wie man seinen täglichen Flüssigkeitsbedarf abwechslungsreich mit Wasser deckt und dabei fit und konzentriert bleibt, erklärt das Forum Trinkwasser.

Ausreichend Wasser trinken

Dass Erwachsene täglich eineinhalb bis zwei Liter trinken müssen, ist bekannt. Doch in der Hitze kann der Körper zwei- bis dreimal mehr Flüssigkeit verlieren. Deswegen sollte man dem Organismus im Sommer über die Nahrung und Getränke zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag zuführen.

Das gilt insbesondere für diejenigen, die bei heißen Temperaturen nicht im Urlaub sind, sondern auf Arbeit: „Wer effizient arbeiten möchte, muss viel trinken. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sinkt bereits bei einem Flüssigkeitsdefizit von zwei Prozent des Körpergewichts. Das sind also bei einem Körpergewicht von 60 Kilo etwa 1,2 Liter“, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin Iris Löhlein vom Forum Trinkwasser. Um die höhere Menge an Flüssigkeit täglich zu sich zu nehmen, können sich Kollegen und Arbeitgeber gegenseitig ans Trinken erinnern. Eine große Karaffe Trinkwasser oder eine Flasche Wasser auf dem Schreibtisch haben den gleichen Effekt. Werden Angestellte bei der Arbeit körperlich gefordert und halten sich zusätzlich noch in der Sonne auf, raten die Experten, alle 15 bis 20 Minuten ein Glas Wasser zu trinken. Ansonsten droht ein Hitzeschlag.

Verlockende Abwechslung mit Trinkwasser

Wer Durst hat, hat auch eine breite Palette an Auswahl, diesen zu löschen. Doch zuckerhaltige Getränke wie Eistees oder Limonaden sind nur bedingt als Flüssigkeitslieferant geeignet. Vor allem auf koffein- und alkoholhaltige Getränke sollte verzichtet werden. Trink-, Mineral-, Quell-, Tafel- oder Heilwasser sind gesündere Varianten, seinen Körper zu erfrischen und ihn fit und gesund zu halten. Auch verdünnte Saft- und Gemüseschorlen bieten eine gesunde Alternative zu Cola und Co. Dabei sollte das Getränk aus zwei Dritteln Wasser und einem Drittel Gemüse- oder Fruchtsaft bestehen. Wem reines Trinkwasser auf Dauer zu langweilig ist, kann sich sein Getränk mit unbehandelten Zitronen- und Orangenscheiben versüßen oder mit Blättern von frischer Minze oder Zitronenmelisse aufpeppen.

Bei Hitze kühlen Kopf am Arbeitsplatz

Wenn draußen die Sonne scheint und es im Büro heiß ist, fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Deswegen ist neben der regelmäßigen Flüssigkeitsaufnahme ausreichendes Lüften am Morgen wichtig. Danach schützen Jalousie oder Gardinen bei geschlossenen Fenstern vor der großen Hitze zwischen 12 und 15 Uhr. Um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten, sollten statt einem deftigen Mittagessen leichte Speisen wie frisches Obst, kalte Suppen, Salate oder Smoothies eingenommen werden. „Besonders wasserreich sind Melone, Orange, Nektarine, Ananas und Erdbeere sowie Salat, Gurke, Tomate und Zucchini. Der hohe Wasseranteil erfrischt und liefert ganz nebenbei viel Flüssigkeit, die durchs Schwitzen verloren geht“, erklärt die Ernährungsberaterin.

Autoren

20.08.2015 | Julia Schmidt/ Forum Trinkwasser/ Barmer GEK
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