Morgenstund ohne Gold im Mund

Morgentief als Hinweis auf Depression

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Dauerhaft morgens niedergeschlagen und hoffnungslos zu sein, ist ein Hinweis auf eine Depression.

Antriebslos, mutlos, kraftlos. Experten schätzen, dass fünf Prozent der Bevölkerung an einer Depression leiden. Hinweis dafür kann ein emotionales Stimmungstief am Morgen sein.

Jährlich erkranken eins bis zwei Prozent der Bevölkerung an einer Depression. Die Symptome variieren von Fall zu Fall. Vielen gemeinsam ist das morgendliche Stimmungstief. „Viele depressive Patienten fühlen sich schon zu Tagesbeginn niedergeschlagen, hoffnungslos und verzweifelt. Sie haben Schwierigkeiten, morgens aufzustehen, keinen Schwung, sind kaum belastbar und werden schnell müde“, beschreibt Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN).

Darüber hinaus fühlen sich Betroffene oft nicht nur vom Beruf überfordert. Zunehmend fällt es ihnen schwer, soziale Kontakte und Freizeitaktivitäten aufrechtzuerhalten. Gefühle von Angst und Unsicherheit kennzeichnen den emotionalen Zustand.

Körperliche Beschwerden sind Begleitsymptome

Begleitet wird die Depression oft von körperlichen Beschwerden. Schlafstörungen oder Schmerzen im Kopf-, Rücken- und Nackenbereich, für die keine organische Ursache gefunden wird. Auch Kreislaufstörungen, ein Druck- und Engegefühl in der Herzgegend oder Beschwerden im Verdauungsbereich zählen zu den körperlichen Symptomen. Leiden Betroffene unter diesen Problemen, ist auch deshalb eine Untersuchung beim Arzt notwendig, um hinsichtlich einer möglichen Depression Klarheit zu gewinnen.

Mit Therapie Aussicht auf Besserung

„Eine frühe Diagnose und Behandlung ist für einen positiven Verlauf der depressiven Erkrankung dann sehr wichtig. Je weniger Krankheitsepisoden bis zum Beginn einer Therapie stattgefunden haben, desto erfolgsversprechender ist die Behandlung“, betont Dr. Bergmann. Die Therapie besteht häufig in der Einnahme von Medikamenten und der Durchführung einer Psychotherapie. Wird die Depression nicht erkannt und behandelt, drohen eine Verschlimmerung des psychischen Zustandes und soziale Isolation.

Autoren

09.10.2015 | Julia Schmidt/BVDN
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