Entzündungen im Lungengewebe

Nebenwirkung Atemnot

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Husten oder Atemnot kann als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftreten.

Häufige Atemnot oder Husten kann eine Nebenwirkung von Arzneimitteln sein. Welche Arzneimittel häufig Lungenbeschwerden verursachen, verraten die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

350 Medikamente mögliche Ursache für Lungenbeschwerden

Problematisch sei, dass Ärzte und Patienten den Zusammenhang zwischen Lungenbeschwerden und Medikamenten oft nicht erkennen, warnt die DGP. „Das liegt daran, dass die auftretenden Beschwerden ziemlich unspezifisch sind und die betreffenden Medikamente zudem zur Behandlung von anderen Organen als der Lunge eingesetzt werden, so dass der behandelnde Arzt selten ein Lungenspezialist ist“, sagt Prof. Dieter Köhler von der DGP.

Dabei gibt es rund 350 Medikamente, die Nebenwirkungen auf die Lunge haben können: Beispiele sind Antibiotika mit dem Wirkstoff Nitrofurantoin, die zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten eingesetzt werden, oder der Wirkstoff Amiodaron gegen Herzrhythmusstörungen. Beide Wirkstoffe führen manchmal dazu, dass sich das Bindegewebe in der Lunge entzündet oder vermehrt, eine so genannten interstitielle Lungenerkrankung ist die Folge. Bis zu 13 Prozent der Patienten, die Nitrofurantoin oder Amiodaron nehmen, erkranken daran. Gefährlich ist das, wenn die Krankheitsursache nicht rechtzeitig erkannt wird.

Liste der bedenklichen Mittel im Internet

Patienten mit Lungenproblemen ungeklärter Ursache sollten deshalb Ihren Arzt darauf hinweisen, welche Medikamente sie einnehmen, falls er nicht selber danach fragt. Auch Apotheker beraten kompetent zu möglichen Nebenwirkungen. Wer selbst prüfen möchte, ob seine Beschwerden arzneimittelbedingt sein könnten, findet im Internet unter www.pneumotox.com eine detaillierte Liste der bedenklichen Mittel. „Wer dort fündig wird, sollte dies auf jeden Fall dem Arzt mitteilen“, rät Köhler. Dieser entscheide dann, ob das Medikament durch ein alternatives Präparat ersetzt werden kann, was in vielen Fällen schon zur Besserung führt. Zusätzlich lassen sich Entzündungen in der Lunge durch Kortison erfolgreich eindämmen.

Autoren

19.04.2010 | Sandra Göbel/DGP
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