Ältere haben weniger Schlafstörungen

Erholsamer Schlaf im Alter

Das Schlafbedürfnis lässt im Alter bekanntlich nach. Doch das heißt nicht, dass Senioren schlecht schlafen. US-amerikanische Mediziner machten eine Telefonumfrage und fanden heraus, dass ältere Menschen ihren Schlaf als erholsam ermpfinden.

Schlaf ist altersabhängig

Wie viel Schlaf ein Mensch braucht, ist individuell verschieden. Mit zunehmendem Alter nimmt die Dauer des Schlafs ab. Während Säuglinge ungefähr 16 Stunden am Tag schlafen, brauchen Menschen mit steigendem Alter nur sieben bis acht Stunden. Ab dem sechzigsten Lebensjahr benötigt der Mensch sogar nur fünf bis sechs Stunden Schlaf. Was allerdings nicht bedeutet, dass der Schlaf auch erholsam ist.

Kürzer, aber besser schlafen

Ältere Menschen erleben weniger Tiefschlafphasen und sind darum störanfälliger für Geräusche. Doch die Vermutung, dass sie deswegen schlechter schlafen, ist nicht richtig. In einer der weltweit größten medizinischen Telefonumfrage befragten Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania über 155.00 US-Bürger zu ihrem Schlafverhalten. Das überraschende Ergebnis: Ältere Menschen klagten am wenigsten über ihren Schlaf.

„Diese Resultate lassen uns alles überdenken, was wir über den Schlaf bei älteren Menschen wussten“, berichtet Schlafmediziner Michael Grandner. Die Teilnehmer der Umfrage beantworteten Fragen zu ihrer Schlafdauer und Müdigkeit während des Tages. Frauen und Männer mittleren Alters hatten das Gefühl, am schlechtesten zu schlafen. Den besten Schlaf hatten laut Telefonumfrage übrigens die 80-Jährigen. Ein Grund mehr sich auf das Alter zu freuen.

Autoren

07.03.2012 | Isabelle Hübler
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