Mehr Geschmack – kleinerer Biss

Aroma bestimmt Portionsgröße

Kleinere Happen beim Essen führen dazu, dass man schneller satt wird, so heißt es. Eine aktuelle Studie zeigt: Wer beim Essen starke Gerüche in die Nase bekommt, nimmt kleinere Bissen in den Mund. Das hat möglicherweise Einfluss auf die Portionsgröße.

Nase isst mit

Die Größe der Bissen beim Essen hängt mit den Bestandteilen der Mahlzeit und deren Geschmack zusammen. Normalerweise fallen die Bissen kleiner aus, wenn das Essen weniger intensiv schmeckt. Niederländische Wissenschaftler wollten den Effekt von Gerüchen auf die Bissgröße erforschen. Dazu ließen sie zehn Studienteilnehmer eine Süßspeise essen und konfrontierten sie zur gleichen Zeit bei jedem Biss mit verschiedenen Gerüchen.

Der Versuch ergab, dass die Bisse kleiner ausfielen je stärker der Geruch war, den die Probanden währenddessen rochen. Das traf vor allem auf den zweiten sowie alle darauffolgenden Bissen zu. „Nimmt man den Geschmack einer Mahlzeit weniger intensiv wahr, fallen die Bissen größer aus. Diese sind dann eine unbewusste Reaktion auf den schwachen Geschmack des Essens, um diesen so zu verstärken“ erklärt Studienleiter René A de Wijk. Umgekehrt nimmt man bei stark aromatischem Essen kleinere Bissen zu sich, zum Beispiel bei Mahlzeiten mit hohem Salzgehalt.

Geschmack manipulierbar

Die Studienergebnisse legen nahe, dass man die Nahrungsaufnahme reduzieren und trotzdem satt werden kann, indem man einfach das Aroma des Essens intensiviert. Schmeckt das Essen stark, nimmt man kleinere Bissen zu sich und kann die Portion, die man verputzt, besser kontrollieren.

Autoren

23.03.2012 | Julia Heiserholt
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