Unfällen im Wasser vorbeugen

Sicheres Badevergnügen

Wenn die Temperaturen im Urlaub auf sommerliche Rekordwerte steigen, tut eine Abkühlung im Wasser gut. Damit der Badespaß auch sicher ist, sollte man ein paar Dinge beachten. Die Barmer GEK informiert über Risiken.

Beim Schwimmen verunglückt

Allein in Deutschland landeten im Jahr 2010 mehrere hundert Menschen wegen Ertrinkungsunfällen im Krankenhaus – darunter viele Kinder unter fünf Jahren. Die Zahlen schwanken jährlich, je nach Wetterlage: In einem heißen Sommer verunglücken mehr Personen als in einem verregneten. Damit der Badespaß sicher ist, sollte man ein paar Dinge beachten.

Gewässer vorher auskundschaften

Die gefährlichsten Badestellen sind Binnengewässer wie Flüsse, Seen und Kanäle, da dort keine Rettungsschwimmer helfen können. "Viele Unfälle passieren, weil die Schwimmer an unbewachten Badestellen ins Wasser gehen und starke Strömungen nicht erkennen", erklärt Dr. Ursula Marschall, Leiterin des Kompetenzzentrums Medizin der Barmer GEK in Wuppertal. "Am Strand sollte man sich informieren, was die Warnhinweise und Flaggen bedeuten und an welchen Stellen man gefahrlos baden kann. Am besten ist es, nur zu offiziell bekannt gegebenen Zeiten zu schwimmen und Strömungen sowie Wassertiefe zu kennen." An natürlichen Badestellen wie Seen, im Meer oder in Flüssen kann ein eleganter Sprung ins Wasser schnell zu Verletzungen durch Felsen oder Steine führen. Badende sollten sich daher lieber langsam vortasten.

Aufeinander Acht geben

Sicherer fühlen kann sich, wer zu zweit ins Wasser geht. Wichtig ist es auch, beim Schwimmen die eigene Leistungsfähigkeit nicht zu überschätzen. "Teilen Sie Ihre Kräfte ein", rät Marschall. Gerade schlechte Schwimmer oder Nichtschwimmer sollten sich nicht weit ins Wasser wagen.

Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten: "Auf spielende Kleinkinder am Wasser sollte man besonders gut aufpassen. Schwimmhilfen sind sinnvoll, da sie in einem unbewachten Augenblick doch mal ins Wasser gehen", empfiehlt Marschall.

Autoren

27.07.2012 | Julia Heiserholt (Barmer GEK)
Vorheriger Artikel

Urlaub für den Rücken