Starke Reaktionen während Heizperiode

Allergie gegen Hausstaubmilben

Rund zehn Prozent der Deutschen leiden an einer Hausstaubmilbenallergie. Mit dem Beginn der Heizperiode häufen sich die Beschwerden. Warum es wichtig ist, jetzt einen Allergologen aufzusuchen.

Milben mögen’s warm

Hausstaubmilben haben acht Beine und gehören daher zur Gattung der Spinnen. Die 0,1 bis 0,5 Millimeter großen Tiere sind meist nur in Wohnungen zu finden, da sie draußen nicht überleben können. Hausstaubmilben bevorzugen Wärme und Feuchtigkeit. Ihr optimaler Lebensraum sind daher unsere Betten. Vor allem in der Matratze und im Kopfkissen fühlen sich die Spinnentiere wohl, da sie sich von unseren Hautschuppen ernähren. Zu Beginn der kalten Jahreszeit und damit der Heizperiode sterben die Milben und hinterlassen zahlreiche winzige Kotbällchen, die leicht in Staub und Luft gelangen.

Gefahr in der Atemluft

Es sind die Allergene im Kot der unerwünschten Mitbewohner, die Allergien auslösen. Beim Saubermachen, Betten ausschütteln oder Saugen werden die Allergene weiter aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert. Heizungsluft begünstigt dies zusätzlich. Husten, Niesen, Kopfschmerzen und eine tropfende Nase sind die anfangs noch harmloseren Symptome der Hausstaubmilbenallergie.

Weit gefährlicher sind chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma. So entwickelt sich bei vielen Allergikern einem vermeintlich harmlosen allergischen Schnupfen innerhalb weniger Jahre ein allergisches Asthma bronchiale.

Hygiene im Schlafzimmer

Als Hausstaubmilbenallergiker können Sie Reaktionen vorbeugen, indem Sie einen luftdurchlässigen Matratzenbezug verwenden. Diesen sollten Sie alle sechs bis acht Wochen bei 60° C waschen. Gleiches gilt für die Bettdecke und das Kissen. Wechseln Sie die Bettwäsche am besten wöchentlich, sodass Milben keine Chance haben sich einzunisten.

Die Temperatur im Schlafzimmer sollte möglichst unter 20° C betragen und gut durchlüftet sein. Das heißt: Morgens und abends etwa zehn Minuten stoßlüften. Zimmerpflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum und gehören nicht ins Schlafzimmer.

Lange Vorhänge und Gardinen locken die Tierchen ebenfalls an. Daher: Oft waschen oder ganz abhängen. Andere Staubfänger wie offene Bücherregale, Polstermöbel und Teppiche sind im Schlafraum ebenfalls zu vermeiden.

Autoren

22.10.2012 | Isabelle Hübler
Vorheriger Artikel

Kalzium hält Hormone im Zaum