Was Sie beachten sollten

Autofahren mit Pollenallergie

Alloy Photography/Veer
Beim Autofahren ist Vorsicht geboten.

Eine Pollenallergie führt zu juckenden, tränenden Augen und einer ständig laufenden Nase. Beim Autofahren sind diese Beschwerden eine echte Gefahr, warnt der Ärzteverband Deutscher Allergologen.
Blindflug beim Niesen und Sekundenschlaf

Heuschnupfen ist gegenwärtig die häufigste Allergieform überhaupt. Das Immunsystem der Betroffenen reagiert überempfindlich auf die Pollen bestimmter Bäume und Gräser. Beschwerden wie brennende Augen, eine laufende oder verstopfte Nase, Atemnot und heftige Niesanfälle sind die Folge.
Dadurch sind Pollenallergiker im Straßenverkehr eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Bei einem Niesanfall schließen sie reflexartig die Augen und legen die nächsten Meter nahezu blind zurück. Außerdem beeinträchtigen die Beschwerden die Konzentration beim Autofahren. Wie bei einer Erkältung fühlt man sich schlapp, der Kopf ist schwer und schmerzt. Gerade bei langen und monotonen Autofahrten droht der gefährliche Sekundenschlaf.

Hilfe vom Arzt

Suchen Sie bei Verdacht auf eine Pollenallergie unbedingt einen Facharzt auf. Auf der Grundlage verschiedener Tests stellt dieser eine passende Therapie zusammen. Medikamente lindern die Symptome und erleichtern den Alltag während der Pollenflugsaison. Eine weitere Möglichkeit bietet die Hyposensibilisierung. In kleinen Dosen wird der Körper langsam an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt und so die allergische Reaktion dauerhaft gemindert.

Geschlossene Fenster und Pollenfilter im Auto

Zusätzlich sind Sie als Betroffener gefordert, die Allergieauslöser so weit wie möglich zu meiden. Informieren Sie sich mit Hilfe eines Pollenflugkalenders oder der Pollenflug-Gefahrenindex-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes über die aktuelle Belastung. Bei regnerischem Wetter sind in der Regel die wenigsten Pollen in der Luft vorhanden.

Während der gesamten Heuschnupfensaison ist Cabriofahren für Pollenallergiker tabu. Fahren Sie mit geschlossenen Fenstern. Damit die Pollen nicht über die Fahrzeuglüftung ins Wageninnere gelangen, besitzen neue Autos spezielle Pollenfilter. Rüsten Sie Ihr altes Auto gegebenenfalls nach. Den Filter einmal jährlich wechseln und bei der Reinigung der Klimaanlage den Verdampfer und die Filterumgebung gründlich säubern.
Die Allergieauslöser können auch über Kleidung und Haare ins Auto gelangen. Deshalb Jacken während der Fahrt im Kofferraum unterbringen und täglich abends die Haare waschen.

Da die Augen von Heuschnupfengeplagten sehr empfindlich sind, am besten mit Sonnenbrille Autofahren. Vor allem im Frühjahr steht die Sonne morgens und abends sehr tief. Plötzlich blendende Sonnenstrahlen führen zu Nießanfällen und reizen die angegriffenen Augen zusätzlich.

Grundsätzlich gilt: Wer sich durch die Allergiebeschwerden zu stark eingeschränkt fühlt, sollte aufs Autofahren verzichten. Besser auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder sich von jemandem fahren lassen. Bei einem akuten Anfall während der Fahrt schnellst möglichst am Fahrbahnrand halten und warten, bis man sich wieder besser fühlt.

Autoren

15.03.2013 | Sandra Göbel/Ärzteverband Deutscher Allergologen
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