Mangel führt zu Knochenschmerzen

Jetzt Vitamin D tanken

Fancy Photograhy/Veer
Die ersten Sonnentage im Frühling sollten ausgenutzt werden, um die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln.

Jedes Jahr gegen Ende des Winters stellen sich besonders viele Patienten mit unklaren Knochen- oder Muskelschmerzen beim Arzt vor. Der Grund: Die kalte und sonnenlose Jahreszeit fördert einen Vitamin-D-Mangel. Und der schlägt auf die Knochen. Höchste Zeit, den Vorrat an Vitamin D wieder aufzufüllen.

Bei unklaren Schmerzen an Vitamin-D-Mangel denken

Nuklearmediziner berichten, dass die Anzahl an Patienten mit unklaren Schmerzen in den Knochen oder Muskeln im Frühling ungewöhnlich hoch ist. Fachärztliche Untersuchungen klären die Ursache: „Dabei stoßen wir häufig auf einen ausgeprägten Vitamin-D-Mangel“, erklärt Detlef Moka, Vorsitzender vom Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN).

Ein Vitamin-D-Mangel liegt vor, wenn die Konzentration des Sonnenvitamins unter 25 Nanomol pro Liter Blut sinkt. Bei einem schweren Defizit sind es weniger als 10 Nanomol pro Liter. Dann kommt es zu Beschwerden wie allgemeiner Müdigkeit, depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen oder Anfälligkeit für Infekte. Auch die Muskeln und Knochen leiden unter dem Mangel. Knie und Rücken schmerzen und die Muskeln verkrampfen. Besteht der Mangel über einen längeren Zeitraum, drohen Muskelschwäche und Knochenerweichung mit einer erhöhten Anfälligkeit für Knochenbrüche.

Sonnentage ausnutzen

Da kommt der Frühling gerade Recht. Denn unser Körper bildet Vitamin D von selbst, sobald UVB-Strahlung, die von der Sonne abgegeben wird, auf die menschliche Haut trifft. „Wir machen Patienten mit Vitamin-D-Defiziten daher zuerst auf die Möglichkeit aufmerksam, gesunde Sonnenbäder zu nehmen“, betont Dr. Moka. Die empfehlenswerte Dauer des Sonnenbades hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Besser nicht übertreiben, sondern stufenweise beginnen.
Bei einem starken Mangel können Betroffene zusätzlich Vitamin-D-Kapseln oder -Tropfen einnehmen. Über Dosis und Dauer der Anwendung berät Sie Ihr Apotheker.

Autoren

10.04.2013 | Sandra Göbel/BDN
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