EU schränkt Verkauf nicht ein

Gefahr durch E-Zigarette?

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Laut den Forschern der New York University atmen Raucher von E-Zigaretten eine Vielzahl krebserregender Giftstoffe ein.

Die E-Zigarette sorgt seit ihrer Einführung vor einigen Jahren immer wieder für Diskussionen. Für die einen ist sie eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Zigaretten, andere halten den elektronischen Glimmstengel für schädlich. Auch die Politiker des EU-Parlaments haben in ihren Gesprächen über neue Tabakrichtlinien über die E-Zigarette verhandelt.

E-Zigaretten keine harmlose Alternative

Gegner der E-Zigarette erhalten Unterstützung von Wissenschaftlern aus den USA. Forscher der New York University haben in einer Studie herausgefunden, dass Konsumenten von E-Zigaretten dazu neigen, häufigere Züge zu nehmen und tiefer zu inhalieren. Dadurch nehmen sie höher Dosen an Nikotin und mehr Schadstoffe auf als mit Tabakwaren. Eine Expertin erklärt: „In manchen Liquids wurden krebserregende Substanzen wie Formaldehyd gefunden, und im Dampf mancher E-Zigaretten wurden karzinogene Metalle wie Nickel und Blei nachgewiesen. Diese Substanzen liegen zwar in geringerer Konzentration vor als im Zigarettenrauch, aber für krebserzeugende Substanzen gibt es keinen Schwellenwert, unterhalb dessen sie unschädlich wären.“

Vorerst keine Einschränkungen in EU

Einige EU-Politiker fordern ein Verbot der nachfüllbaren Nikotin-Patronen und schärfere Regeln für den Verkauf von schwächer dosierten E-Zigaretten. Geht es nach den Kritikern, sollen die elektronischen Zigaretten als Medikament eingestuft werden und nur in Apotheken erhältlich sein. In den aktuell beschlossenen Richtlinien konnte man sich auf diese Änderungen jedoch nicht einigen. Vorerst bleiben die E-Zigaretten frei verkäuflich.

Ein Ziel der EU-Richtlinien zum Tabakkonsum ist es, jungen Menschen die Lust am Rauchen zu nehmen. US-Forscher sehen hier eine großes Gefahrenpotential von Seiten der E-Zigaretten. Sie sind besonders bei jungen Menschen beliebt. Eine Studie aus den USA an acht US-Colleges zeigt, dass zwölf Prozent der Konsumenten von E-Zigaretten noch nie eine klassische Zigarette geraucht haben. Da sie als harmloser als echte Zigaretten gelten, senken E-Zigaretten offenbar die Hemmschwelle, mit dem Rauchen anzufangen.

Autoren

18.12.2013 | Katrin Stegherr, pressetext.com
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