Konzepte einer Anderen Medizin

Buchtipp: Warum krank?

Darren Baker/Shutterstock
Offen sein für komplementärmedizinische Ansätze weitet den Blick auf den Menschen, Gesundheit und Krankheit.

Immer mehr Menschen lassen sich von komplementärmedizinischen Verfahren begleitend behandeln. Annette Kerckhoff skizziert in ihrem Sachbuch „Warum krank?“ eine „neue“ Medizin, die eine optimale Behandlung in der Kombination der Ansätze mit der Schulmedizin sieht.

Operationen unter Narkose, Eindämmen von Infektionskrankheiten wie Typhus oder das Überleben von Frühgeborenen – die Erfolge der Schulmedizin hilft Patienten in vielen Bereichen, in denen sie noch vor einigen Jahren keinen Rat mehr wusste. Doch in einigen Gebieten stößt sie manchmal an ihre Grenzen: Dies betrifft insbesondere Erkrankungen, bei denen der Lebensstil und vor allem Stress eine Rolle spielen und Symptome ohne erkennbare Ursache auftreten. Seit einigen Jahren findet in der Medizin ein Umbruch statt, bei dem Therapeuten zunehmend auf Verfahren der Komplementärmedizin zurückgreifen, um die schulmedizinische Behandlung erfolgreich zu begleiten.
Konzept einer „neuen“ Medizin

In ihrem Sachbuch „Warum krank? Wie heilen? Konzepte einer Anderen Medizin“ erläutert die Gesundheitswissenschaftlerin Annette Kerckhoff Charakteristika von 12 wichtigen komplementärmedizinischen Ansätzen. Die Bandbreite reicht dabei sowohl von antiken bis neuzeitlichen und von östlichen bis abendländischen Verfahren. Auf der Reise durch die Medizingeschichte kristallisiert die Heilpraktikerin heraus, dass viele komplementärmedizinische Ansätze, die uns heute als "neu" erscheinen, früher bereits zum Standard der Heilkunde, der damaligen Medizin gehörte. Die von Kerckoff beschriebene "neue" Medizin stellt somit eine Re-Integration von bereits länger existierenden Methoden dar.

Warum gehen die medizinischen Ansätze der Kulturen unterschiedlich vor? Und warum lassen sich schulmedizinische mit komplementärmedizinischen Verfahren so gut kombinieren? Spannend und leicht verständlich geht die Heilpraktikerin in ihrem Buch den aktuellen Fragen einer „neuen“ Medizin nach, die kein Entweder-Oder, Schlechter oder Besser, sondern nur die individuelle Kombination von schul- mit komplementärmediznischen Richtungen kennt.
Medizinische Ansätze als „Brillen“

Von Ayurveda über die Homöopathie und klösterlichen Medizin von Hildegard von Bingen bis hin zur Chinesischen Medizn – begeben Sie sich mit der Heilpraktikerin auf eine Reise durch die Geschichte der Medizin. Erfahren Sie, durch welche „Brille“ die Gründer und Vertreter von zwölf komplementärmedizinischen Ansätzen den Menschen, die Krankheiten und die Gesundheit sehen. Lesen Sie mehr über die konzeptionellen Ideen der einzelnen Richtungen und erfahren Sie, mit welchen Mitteln sie auf welche Weise die Patienten therapieren.

Was Sie schon immer wissen wollten


Auf der Reise finden Sie Antworten auf Fragen, die Sie schon immer wissen wollten: Wie können homöopathische Arzneimittel wirken, wenn sie so stark verdünnt sind? Warum setzt der Akupunkteur eine Nadel an den Kopf, wenn dem Patienten der Rücken schmerzt? Im letzten Teil des Buches zieht die Heilpraktikerin drei interessante Schlussfolgerungen aus der Gegenüberstellung der komplementären Medizinrichtungen mit der zuvor charakterisierten Schulmedizin. Und gibt somit neue Denkanstöße für eine „neue Medizin“, die den Blick durch verschiedene „Brillen“ auf den Menschen im Kontext von Krankheit und Gesundheit weitet.

Annette Kerckhoff:

Warum krank? Wie heilen? Konzepte einer Anderen Medizin.

248 Seiten, 25 schwarz/weiß Abbildungen, 7 Tabellen

Kartoniert

21,80 EUR

S. Hirzel Verlag

Bestelllink

Autoren

Julia Schmidt/Annette Kerckhoff/S. Hirzel Verlag | zuletzt geändert am um 12:32 Uhr
Vorheriger Artikel

Plötzlichem Kindstods vorbeugen