Kamille

Heilpflanze und Hausmittel:

DAK-Gesundheit
Kamille beruhigt bei einer Erkältung die gereizten Atemwege.

Kaum eine andere Heilpflanze ist so bekannt und so weit verbreitet wie die Kamille. Als altbewährtes Hausmittel kommt sie bei vielen Beschwerden zum Einsatz und sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Erfahren Sie hier, wie vielseitig Sie Kamille anwenden können.

Arzneipflanze mit Tradition

Zwischen Mai und August sieht man die bis zu 50 Zentimeter hoch wachsende Kamillenpflanze an vielen Wegrändern und auf Äckern. Ursprünglich kommt sie aus Süd- und Osteuropa und Vorderasien. Im Alten Ägypten verehrte man sie als Blume des Sonnengottes. Die Menschen der Antike schätzten bereits ihre heilende Wirkung und verwendeten sie als Arzneimittel.

Für die Pflanzenheilkunde sind die Blüten der Kamille von Interesse, deren Köpfchen ätherisches Öl entalten. Die entzündungshemmende, krampflösende und schmerzlindernde Wirkung der Kamillenblüte ist heute medizinisch anerkannt. Man trocknet die aromatisch riechenden Blüten und verarbeitet sie zu Tee, Extrakten oder Salben.

Multitalent Kamillentee

Kamille ist vielseitig einsetzbar. Vor allem als Tee hat sie sich bewährt. Kamillentee hilft bei Magen-Darm-Erkrankungen, Bauchschmerzen sowie Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden. Die Nerven profitieren auch: Kamille beruhigt und erleichtert das Einschlafen. Bei der Zubereitung des Tees ist die richtige Dosis das A und O. Grundsätzlich genügt ein Teelöffel der getrockneten Blüten oder ein Teebeutel pro Tasse. Etwa acht bis zehn Minuten sollte der Tee ziehen, damit die Inhaltstoffe ihre Wirkung entfalten.

Gurgeln und inhalieren

Kamille hilft auch effektiv von außen: So fördern zum Beispiel Umschläge mit Kamillenextrakt die Wundheilung. Halsschmerzen, Zahnfleischentzündungen oder Mundgeruch können Sie lindern, indem Sie mit Kamille gurgeln. Leiden Sie unter einer Erkältung oder einer Nasennebenhöhlenentzündung, inhalieren Sie Kamille über einem Dampfbad. So verwöhnen Sie Ihre gereizten Atemwege. Die Dämpfe helfen übrigens auch bei unreiner Haut und Akne, denn sie öffnen die Poren. In konzentrierter Form sollte die Kamille allerdings nicht an die Augen geraten, sonst kommt es zu einer Bindehautentzündung.



Autoren

Julia Heiserholt | zuletzt geändert am 13.02.2012 um 13:45 Uhr
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