Tipps für Jäger und Sammler

Pilze: gefunden, geputzt und verputzt

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Es ist wieder Zeit für Pilze.

Sie sind wieder da – Steinpilze, Pfifferlinge und Champignons. Neben Kohl und Kürbis sorgen Speisepilze für Vielfalt in der Herbstküche. Was beim Sammeln und Zubereiten zu beachten ist.

Pilzliebhaber können sich freuen – der Herbst lässt die Pilze wieder aus dem Boden schießen. Das Sammeln, Zubereiten und Genießen tut nicht nur der Seele gut, sondern auch dem Körper: Pilze enthalten hochwertige Eiweiße, Ballaststoffe sowie essenzielle Vitamine und Mineralstoffe. Auf diese Weise unterstützen sie unsere Muskeln und Nerven und fördern die Knochenbildung sowie die Verdauung.

Vorsicht: Nur die Guten ins Körbchen

Vor allem der unvergleichbare Pilzgeschmack treibt Pilzliebhaber im Spätsommer und Frühherbst in den Wald. Damit das Schlemmen nicht mit gesundheitlichen Beschwerden endet, mahnt die Barmer GEK Sammler zur Vorsicht: „Wer Pilze für das Essen am heimischen Herd sammelt, sollte giftige von gefährlichen Pilzen klar unterscheiden können. Wer unsicher ist, kann sich entweder einer geführten Pilzsammlung anschließen oder wilde Pilze auf dem Markt kaufen.“

Pilze sind Sensibelchen und wollen auch so behandelt werden

Sind die Pilze erst einmal gefunden, sollten Fündiggewordene sie in ein richtiges Behältnis legen. Denn durch das Sammeln in Plastiktüten bildet sich Schwitzwasser, sodass die Köstlichkeiten verderben. Besser eignen sich geflochtene Körbe aus Holz mit einem Papiertuch als Untergrund oder Stoffbeutel. Zu Hause angekommen, sollten sie am besten noch am selben Tag verzehrt werden. Wer Speisepilze dennoch länger lagern möchte, sollte sie dafür trocknen. Auch das Reinigen erfordert Umsicht, denn Sand, Erde und Pflanzenreste halten sich oft hartnäckig am Hut oder Stil des Pilzes. Für das restlose Entfernen sind deswegen Borstenpinsel ideal. Beim Waschen ist es wichtig, die Pilze nicht zu lange unter Wasser zu halten, da sie sonst ihr Aroma verlieren.

Mythos zum Wiederaufwärmen

Entgegen dem Mythos ist das Wiederaufwärmen von Pilzen kein Problem. Die Barmer GEK weist darauf hin, dass nicht das erneute Erhitzen Pilzgerichte giftig macht, sondern das falsche Lagern. Die Vergiftungsgefahr umgehen Pilzliebhaber, indem sie die Pilzmahlzeit direkt nach der Zubereitung in den Kühlschrank stellen. Beim Wiederwärmen erhitzt man diese auf mindestens 70 Grad Celsius. Dann bleibt nur noch eines zu wünschen: Guten Appetit!

Autoren

Julia Schmidt/ Barmer GEK | zuletzt geändert am 05.10.2015 um 16:46 Uhr
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