Grenzen des World Wide Web

Arzneimittel: Beratung wichtig

Das weltweite Netz hat seine Grenzen – wenn es um frei verkäufliche Arzneimittel geht. Um das richtige Medikament zu wählen, seine Dosierung zu bestimmen und Wechselwirkungen auszuschließen, ist eine individuelle Beratung in der Apotheke unersetzbar.

Netz voller Halbwissen

Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – wir googlen, chatten oder lesen in Wikis um uns Informationen zu beschaffen. Geht es jedoch um die Anwendung von Medikamenten, sind dem Internet enge Grenzen gesetzt. Denn selten beantwortet ein Fachmann die Fragen, meist handelt es sich um Laien, die eigene Erfahrungen und Halbwissen weitergeben. Die Aussagen  widersprechen sich und die Vielfalt von Hinweisen wird unüberschaubar.

Zudem reagiert jeder Mensch anders auf Arzneimittel, abhängig zum Beispiel von Alter, Stoffwechsel oder vorliegenden Grunderkrankungen. Was dem einen hilft, hilft deshalb nicht zwingend dem anderen.

Persönliche Beratung notwendig

Eine Internetrecherche kann immer nur der erste Schritt sein, um sich einen Überblick zu verschaffen. „Geht es aber um die Anwendung von Arzneimitteln, um Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen, sollte immer ein Apotheker vor Ort aufgesucht werden. Als Arzneimittelfachmann kennt er sich damit aus, wie Wirkstoffe vom Körper aufgenommen, verarbeitet und wieder abgebaut werden. Durch ein persönliches Gespräch und das unmittelbare Anschauen des Patienten kann er auch erkennen, wann ein Arzt hinzugezogen werden muss“, erläutert die Apothekerkammer Niedersachsen.

Autoren

Sandra Göbel/Apothekerkammer Niedersachsen | zuletzt geändert am 21.05.2013 um 09:06 Uhr
Vorheriger Artikel

Genetisches Brustkrebsrisiko