Keine Chance den Blutsaugern

Schutz vor Mückenstichen

Corbis Photography/veer.com
Bei Sonnen- und Mückenschutz kommt es auf die Reihenholge an: erst die Sonnencreme, dann das Mückenmittel auftragen.

Wenn das Wetter im Winter und Frühjahr sehr mild ist, kommt das den Stechmücken zugute. Es droht eine regelrechte Mückenplage. Wie man sich am besten vor den leidigen Blutsaugern schützt, verrät die Apothekerkammer Nordrhein.

Gefahr durch Mückenstiche

Mückenstiche sind sehr unangenehm. Beim Stich spritzt die Mücke Speichel in die Haut, der die Gerinnung des Blutes verhindert. Die darin enthaltenen Eiweiße lösen eine leichte allergische Reaktion aus, die Haut schwillt an, rötet sich und juckt. Die Stiche von heimischen Mücken sind in der Regel ungefährlich. Jedoch dringen aufgrund von Globalisierung und globaler Erwärmung immer mehr exotische Mückenarten nach Deutschland vor, die gefährliche Krankheiten übertragen. „Wer nicht von den teilweise gefährlichen Quälgeistern gestochen werden will, wehrt sich am besten mit Mückenschutzmitteln. Doch nicht alle sind für jeden Menschen geeignet“, rät Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein in Düsseldorf.

Biologische oder synthetische Mittel?

„Mückenschutzmittel werden auch als Repellentien bezeichnet. Das kommt vom lateinischen Wort ‚repellere‘ und bedeutet ‚abwehren‘. Es gibt synthetische und biologische Mittel, die neben Mücken auch Wespen, Bremsen, Fliegen und Zecken vertreiben sollen“, erklärt der Apotheker. Pflanzliche Mittel enthalten meist ätherische Öle von Zitrusfrüchten, Eukalyptus oder Zedernholz. Sie wirken nicht bei jedem Menschen, da sich die Duftmischung je nach individuellem Körpergeruch anders entwickelt. „Da hilft nur ausprobieren“, empfiehlt Lutz Engelen. Da viele Menschen auf ätherische Öle allergisch reagieren, rät der Apotheker zur Vorsicht.

Mehr Sicherheit bieten synthetische Mittel. Ihre Wirkstoffe gelten als besonders wirksam gegen Mücken. Sie schützen zuverlässig und bis zu 12 Stunden. Die Mittel können die Schleimhäute reizen und Allergie auslösen. Daher ist auch bei den verschiedenen Gels, Sprays, Cremes und Stiften besondere Sorgfalt geboten. Vor der Anwendung bei Schwangeren, Stillenden oder Kindern, sollte man sich in seiner Apotheke beraten lassen.

Das hilft gegen Mücken

Egal ob synthetisch oder natürlich, sicheren Schutz bieten die Mittel nur bei richtiger Anwendung. Sie sollten immer lückenlos auf die nackte Haut aufgetragen werden. Dabei ist darauf zu achten, den Mückenschutz nicht mit Augen, Lippen, Nasenlöchern oder Wunden und Sonnenbrand in Kontakt kommen zu lassen. Wer zusätzlich ein Sonnenschutzmittel verwendet, sollte zwischen dem Auftragen eine Viertelstunde zu warten. „Synthetische Wirkstoffe können nämlich die Wirksamkeit der Sonnencreme mindern“, warnt Lutz Engelen.

Weitere Maßnahmen zum Schutz vor Mücken:

  • Körperbedeckende Kleidung tragen. Dies gilt vor allem für Gegenden, in denen sehr viele Mücken vorkommen.
  • Vor dem Schlafengehen duschen. Das spült den Schweiß von der Haut und entfernt Duftstoffe, die Mücken anlocken.
  • Die Mücken aussperren. Fliegengitter vor Fenster und Türen lässt Mücken erst gar nicht in die Wohnung.

Autoren

Katrin Stegherr, Apothekerkammer Nordrhein | zuletzt geändert am 03.06.2014 um 10:02 Uhr
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