Vorsicht bei tropischen Früchten

Allergie gegen Latex

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Auch auf Mangos reagieren viele Menschen mit einer Latexallergie überempfindlich.

Kommt es nach dem Tragen von Gummihandschuhen zu Hautveränderungen oder schwellen nach dem Aufblasen von Luftballons die Lippen an, steckt möglicherweise eine Allergie gegen Latex dahinter. Welche Produkte und Lebensmittel  Betroffene möglichst meiden sollten, weiß Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der Barmer GEK.

Kontaktstoffe möglichst meiden

In Deutschland leiden rund zwei Prozent der Bevölkerung an einer Allergie gegen Latex. Latex findet sich beispielsweise in den Materialien für Luftballons, Pflaster, Strumpfhosen, Haushaltshandschuhe, Kondome und Gummibänder. Auch viele Babyflaschen, Schnuller oder Kinderspielzeug enthalten Gummiharze. Die allergischen Reaktionen auf Latex fallen sehr variabel aus. „Zu den häufigen Symptomen einer Latexallergie zählen Fließschnupfen, asthmatische Beschwerden und Hautausschläge. Bei Latexallergikern, die sofort und hochempfindlich auf das Allergen reagieren, kann es sogar zu einem anaphylaktischen Schock kommen“, erklärt Petzold. Um Beschwerden vorzubeugen, gilt es, Latex im Alltag zu meiden. Als Alternative zum Latex gibt es synthetische Gummimaterialien, zum Beispiel Handschuhe aus Nitrilkautschuk oder Textilfasern aus Elasthan.

Ärzte informieren

Problematisch sind für Latexallergiker aber nicht nur die Kontaktstoffe im Alltag, sondern auch viele medizinische Behandlungen. Denn dort kommen oft Latexhandschuhe oder latexhaltige medizinische Geräte zum Einsatz. Menschen mit einer Latexallergie sollten ihren Arzt deshalb immer im Vorfeld einer Behandlung auf ihre Allergie hinweisen. „Menschen, die sehr heftige allergische Reaktionen auf Latex zeigen, können für den Notfall ein Armband mit dem Hinweis 'No Latex' oder ihren Allergiepass bei sich tragen“, rät Petzold. Je nach Ausprägung der Allergie kann auch ein Set mit Notfallmedikamenten verordnet werden.

Es drohen Kreuzallergien

Latexallergiker sollten auch wissen, dass Kreuzallergien mit Lebensmitteln oder Pflanzen drohen, wenn diese in ihrer chemischen Struktur dem des Latex ähneln. Dazu gehören unter anderem bestimmte Pflanzen wie die Birkenfeige, der Gummibaum und der Weihnachtsstern. Bei einem Latex-Allergiker sollten diese Pflanzen besser nicht die Wohnung schmücken. Auch Lebensmittel können eine Kreuzallergie hervorrufen. Dies betrifft vor allem tropische Früchte wie Avocados, Bananen, Mango, Papaya und Kiwis. In diesem Fall, empfiehlt es sich, auf anderes Obst und Gemüse auszuweichen.

Autoren

Sandra Göbel/Barmer GEK | zuletzt geändert am 10.02.2015 um 15:33 Uhr
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