Füße pflegen und hegen

Zeigt her eure Füße

Unsere Füße müssen viel leisten: Täglich tragen sie uns von Ort zu Ort und legen dabei im Laufe eines Lebens etwa 120.000 Kilometer zurück. Gerade deswegen ist die richtige Pflege das A und O für gesunde Füße. Tipps für einen gepflegten (Auf-)Tritt.

Mit Salicylsäure gegen Hühneraugen

Füße brauchen Pflege, sonst kommt es leicht zu schmerzhaften Hühneraugen oder Pilz. Hühneraugen machen Füßen besonders schwer zu schaffen. Sie treten oft in Hautbereichen auf, die in der unmittelbaren Nähe eines Knochens liegen. Vor allem Menschen mit einer Fußfehlstellung wie ein Krallen- oder Hammerzeh leiden unter den schmerzhaften Verhornungen, da die fehlgestellten Zehen ständig gegen den Schuh drücken. Bei Hühneraugen handelt es sich um eine Verhornung, in deren Zentrum ein so genannter Hornkegel liegt. Dieser wächst trichterförmig in tiefere Hautschichten und verursacht Schmerzen. 

Gegen die Beschwerden hilft zum Beispiel ein spezielles Pflaster mit Salicylsäure. Dieses wirkt druckentlastend und weicht übermäßige Hornhaut auf. Tinkturen und Fußbäder wirken genauso. Anschließend lässt sich das Hühnerauge gut mit einem Bimsstein oder einer Hornhautraspel entfernen“, erklärt Apothekerin Marion Wüst. Auch wichtig: das richtige Schuhwerk. Schlecht sitzende oder zu enge Schuhe fördern Hornhaut und Hühneraugen.

Pilze mögen’s feucht

Füße scheiden täglich etwa einen halben Liter Feuchtigkeit aus. Bei Menschen mit Hyperhidrose – einer Überfunktion der Schweißdrüsen – ist es noch mehr. Dadurch weicht ihre Haut schnell auf und Erreger können eindringen: Die Gefahr einer Pilzinfektion steigt. „Betroffene sollten Salben oder Lösungen auf Basis von Aluminiumchlorid benutzen, da der Wirkstoff die Schweißbildung reduziert“, empfiehlt Wüst. Mit Fußdeos oder gerbesäurigen Fußbädern kann man sich ebenfalls Abhilfe schaffen.

Fußpilz gezielt behandeln

Wenn die Haut juckt, nässt oder schmerzhafte Risse entstehen, ist meistens eine Pilzinfektion die Ursache. Sie beginnt oft in den Zehenzwischenräumen und kann sich auf den ganzen Fuß auswirken. „Im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf oder bei unzureichender Hygiene greift der Pilz auch auf den Nagel über. Daher sollte eine Behandlung grundsätzlich sofort und konstant über einen längeren Zeitraum erfolgen, denn von alleine verschwindet Fußpilz nicht wieder“, erklärt Marion Wüst. Spezielle Cremes oder Sprays aus der Apotheke bekämpfen die Krankheitserreger Waschen Sie. Socken bei mindestens 60 Grad. Bei hartnäckigen Infektionen ist es ratsam einen Dermatologen aufzusuchen. 

Autoren

Isabelle Hübler | zuletzt geändert am um 09:22 Uhr
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