Probleme für Kontaktlinsenträgerinnen

Trockene Augen durch Hormone

Leiden Kontaktlinsenträgerinnen unter trockenen Augen, hängt das häufig mit ihrem Hormonspiegel zusammen. Das meldet der Berufsverband der Augenärzte Deutschland (BVA).

Zu wenig Tränenflüssigkeit

Bei jedem Lidschlag benetzen Drüsen den Augapfel mit einem klaren Tränenfilm und bewahren Horn- und Bindehaut vor dem Austrocknen. Zu wenig Tränenflüssigkeit ist gefährlich für die Augen: Horn- und Bindehaut werden gereizt und es kommt schnell zu Infektionen wie einer Bindehautentzündung. Besonders betroffen sind Frauen ab dem 40. Lebensjahr. In den Wechseljahren stellt sich der Hormonhaushalt um, was sich unmittelbar auf die Tränendrüse auswirkt: Sie produziert weniger Tränenflüssigkeit.

Hormone spielen bei trockenen Augen offenbar eine zentrale Rolle. So leiden oft auch Frauen, die die Pille nehmen, darunter. Manchmal sind trockene Augen Folge einer Schilddrüsenerkrankung oder der Einnahme von Medikamenten wie Betablockern oder Hormonpräparaten.

Bindehaut entzündet sich leicht

Das Entzündungsrisiko ist für diejenigen besonders hoch, die unter trockenen Augen leiden und zugleich weiche Kontaktlinsen tragen. Weiche Linsen saugen Tränenflüssigkeit aus dem Auge auf wie ein Schwamm. Bei trockenen Augen ist das Sehorgan höchst sensibel. Möglicherweise sind harte Linsen eine sinnvolle Alternative für Betroffene.

Was trockenen Augen gut tut

Folgende Tipps helfen Kontaktlinsenträgerinnen, ihre Augen feucht zu halten und Entzündungen vorzubeugen:

  • Zugluft und verraucht Räume meiden
  • Bei der Bildschirmarbeit oft Pausen einlegen und viel blinzeln
  • Mindestens 2,5 Liter am Tag trinken
  • Augen vor UV-Strahlung schützen.

Autoren

Julia Heiserholt | zuletzt geändert am um 13:36 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung durch Ihren Apotheker ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.
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