Denkweise bestimmt Lebenszufriedenheit

Senioren grübeln weniger

Die psychische Gesundheit ist vom Alter abhängig. Ältere Menschen neigen weniger zum Grübeln und sind mit ihrem Leben insgesamt zufriedener als Jüngere, wie eine Studie der Universitäten Luxemburg und Würzburg ergab.

Grübeln macht depressiv

Die Forscher wollten herausfinden, inwiefern das Älterwerden und Umstände, die zu Depressionen führen, zusammenhängen. Sie gingen davon aus, dass bestimmte Denkweisen depressive Verstimmungen und Depressionen begünstigen. Wer zu viel nachdenkt, konzentriert sich zu sehr auf seine Probleme und Gefühle, statt aktiv zu handeln. Grübler sind daher stärker gefährdet, an Depressionen zu erkranken.

Im Alter glücklicher?

Für die Studie befragten die Wissenschaftler 300 Personen im Alter von 15 bis 87 Jahren. Die Teilnehmer sollten ihre Gedanken, Stimmungen und ihr persönliches Wohlbefinden einschätzen. Die Forscher stellten fest, dass zu viele Grübeleien die Lebenszufriedenheit der Befragten tatsächlich einschränkt. Ihnen fiel auf, dass diejenigen, die 63 Jahre oder älter waren, deutlich weniger von negativen Gedanken berichteten als die Jüngeren.

Die Ergebnisse bestätigen, dass sich die Denkweise eines Menschen und damit auch seine Anfälligkeit für Depressionen im Lauf seines Lebens ändern. Weitere Untersuchungen  sind notwendig, um die Behandlung von Depressionen dem jeweiligen Alter der Betroffenen anzupassen.

Autoren

Julia Heiserholt | zuletzt geändert am um 17:11 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung durch Ihren Apotheker ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.
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